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Der beste Zeitpunkt einen Baum zu pflanzen ist jetzt!

Für uns liefern die Regenwälder Indonesiens Sauerstoff und regeln unser Weltklima. Dennoch werden jedes Jahr allein auf Borneo 1.3 Mio. Hektare Regenwald vernichtet. Dies ist eine der weltweit höchsten Abholzungsraten. Tag für Tag schwindet so auch die Lebensgrundlage der Orang-Utans und anderer bedrohter Arten. Im Rahmen der One-Tree-One-Life-Kampagne forsten wir von BOS Schweiz deshalb gemeinsam mit Volontärinnen bzw. Volontären und Mitarbeitenden der BOS Foundation in Indonesien zerstörte Regenwaldgebiete wieder auf.

Möchtest auch Du aktiv etwas gegen die Zerstörung des Regenwaldes unternehmen? Dann erwerbe oder verschenke zu je 7.65 Franken einen Baum (Setzling + 5 Jahre Pflege) oder gleich einen ganzen Regenwald. Mach mit und erlebe, wie Dein Engagement auf Borneo Wurzeln schlägt!

Warum wir aufforsten

Seit 2016 werden die Borneo Orang-Utans auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „akut vom Aussterben bedroht“ geführt. International wie national stehen sie deshalb unter strengem Schutz. Ihr Lebensraum in der Regel aber nicht. Das Überleben der Letzten dieser Art kann deshalb nur gelingen, wenn wir den Regenwald bewahren: Nur wenn wir ihn retten, retten wir die Orang-Utans und mit ihnen zahlreiche andere gefährdete und endemische Arten.

image-title-here Quelle: Björn Vaughn, BPI

Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen Orang-Utans in den Baumkronen des Indonesischen Dschungels. Über Jahrtausende gewachsen, zählen diese Wälder zu den artenreichsten der Welt. Doch in wenigen Minuten werden die Urwaldriesen gefällt. In Sekunden werden enorme Flächen brandgerodet, um unseren wachsenden Hunger nach Kohle, Tropenholz oder Palmöl zu stillen. Plantagen entstehen, soweit das Auge reicht. Dieser massive Eingriff in die Natur vernichtet den natürlichen Lebensraum der Orang-Utans. Ganze Ökosysteme hängen von dieser Schlüsselart ab und gehen mit ihr zu Grunde.

image-title-here Quelle: Björn Vaughn, BPI

In den letzten 20 Jahren haben die Orang-Utans 55 Prozent ihres natürlichen Lebensraumes verloren. Ihr Bestand ist deshalb in den letzten 20 bis 30 Jahren um mehr als 80 Prozent geschrumpft. Schon unsere Kinder und Enkelkinder könnten Orang-Utans in freier Wildbahn nicht mehr erleben!

Doch nicht nur die Biodiversität ist bedroht. Grossflächige Brandrodungen und die damit einhergehenden alljährlichen Wald- und Torfbrände beschleunigen auch den Klimawandel und gefährden die Gesundheit von Millionen Menschen.

Mehr als 900000 Hektare Wald und Land verbrannten landesweit allein im Sommer 2019. 44 Prozent davon waren wertvolle Torfmoorwälder. Sie binden Unmengen Kohlenstoff. Brennen Torfmoorwälder, setzten sie vier bis 40-mal mehr CO2 frei, als Waldbrände in anderen tropischen Gebieten. Aus diesem Grund gelangte laut Weltbank durch die Wald- und Torfbrände in Indonesien 2019 fast doppelt so viel CO2 in die Atmosphäre, als bei gleichzeitigen Brände im Amazonas!

image-title-here Quelle: Björn Vaughn, BPI

Torf- und Waldbrände sind ein alljährliches Phänomen in Indonesien. Besonders schlimm waren die Feuer 1997. Damals brannten 1.5 Millionen Hektar Torfmoorwälder in Süd-Borneo ab und produzierten 13 bis 40 Prozent der weltweiten Treibhausgase in dem Jahr. 8000 Borneo Orang-Utans starben. Im Herbst 2015 brannte der Regenwald Indonesiens erneut. Vier Monate lang. Ununterbrochen. Auf einer Fläche, so gross wie die halbe Schweiz, loderten und schwelten 127000 Feuer. Sie setzten 16 Mio. Tonnen CO2 pro Tag frei - mehr als die gesamten USA zeitgleich produzierten. Erneut starben tausende Orang-Utans in den Flammen und wir erlebten einen massiven Zustrom an Orang-Utans in den BOS-Rettungsstationen.

Wo wir aufforsten

Samboja Lestari, Ost-Kalimantan

Auch 300 Hektare Regenwald rund um die BOS-Rettungsstation in Samboja Lestari fielen 2015 den Flammen zum Opfer. Einen Teil dieses Gebietes forsten wir heute gemeinsam mit den Freiwilligen im Rahmen der One-Tree-One-Life-Kampagne wieder auf. Die Setzlinge werden in einer eigenen Baumschule gezogen. Gepflanzt wird ein Mix aus Frucht- und Nutzbäumen, alles endemische und meist bedrohte Arten. Knapp 220 Hektare liegen noch vor uns.

Dass das gemeinsam durchaus möglich ist, wissen wir aus Erfahrung: In mühevoller Kleinarbeit wurde nämlich einst das gesamte 1800 Hektare grosse Gebiet von Samboja Lestari Baum für Baum aufgeforste. Am heutigen Standort der BOS-Rettungsstation befand sich vor knapp 20 Jahren lediglich eine durch Abholzung und Waldbrände völlig ausgezehrte, nährstoff- und artenarme Grassteppe. 2010 - bevor die schweren Brände kamen - waren die Aufforstungsarbeiten weitgehend abgeschlossen und nahezu die gesamte zerstörte Fläche mit einem funktionierenden Regenwald bewachsen.

image-title-here Quelle: Björn Vaughn, BPI

Der Wald von Samboja Lestari beheimatet keine wilde Orang-Utan-Population. In Samboja Lestari werden aber traumatisierte, verletzte und verwaiste Orang-Utans rehabilitiert und auf ihre Auswilderung vorbereitet. Zudem sind viele der ursprünglichen Tierarten in den aufgeforsteten Regenwald zurückgekehrt. Heute ist das Gebiet rund um die BOS-Rettungsstation in Samboja Lestari eine der letzten grünen Inseln der Region. Diese gilt es zu erhalten.

Tuanan und SOS Borneo Projekte, Zentral-Kalimantan

Ebenfalls dringend erhalten werden muss ein Torfmoorregenwald im Mawas-Gebiet in Zentral-Kalimantan. Ende der 90iger Jahre initiierte der indonesische Diktator Suharto dort sein Mega Rice Project, wofür landesweit über 1 Mio. Hektare Torfmoorregenwald abgeholzt und alleine in Borneo rund 4000 Kilometer Entwässerungskanäle gegraben wurden. Das Projekt verfehlte sein Ziel, die Lebensmittelknappheit zu bekämpfen. Stattdessen wurde ein weltweit einzigartiges Ökosystem zerstört, das tausenden, teils stark bedrohten Arten ein Zuhause bot.

Quelle: Björn Vaughn, BPI

Im Laufe der letzten 20 Jahre haben die Kanäle die einst feuchten Torfmoorböden weitgehend ausgetrocknet und so den natürlichen Brandschutz zerstört. Heute ist der Mawas-Regenwald deshalb sehr anfällig für Brände. Mit diesem Problem sowie illegaler Abholzung sind wir in der Region rund um das Dorf Tuanan konfrontiert. Dort lebt in einem von BOS-verwalteten Schutzwald eine der letzten grossen wilden Orang-Utan-Populationen (knapp 2550 Tiere), die es zu schützen gilt.

Im Rahmen des Tuanan Projektes und einem ähnlichen Vorhaben ebenfalls in der Mawas-Region (dem SOS Borneo Projekt) verschliessen wir die ehemaligen Entwässerungskanäle und bilden Brandschutz-Teams aus. Der Torfmoorboden wird renaturiert und dann wieder aufgeforstet. In eigenen Baumschulen werden Setzlinge gezogen und von lokalen Kräften auch gepflanzt. Begleitende Mikrokreditprojekte schaffen alternative Einkommensquellen zur illegalen Abholzung und zur Wilderei.

Seit 2016 wurden im Rahmen des SOS Borneo Projektes über 130000 Setzlinge gezogen, mehr als 104 Hektare aufgeforstet und Kanäle mit einer Länge von mindestens knapp 60 km verschlossen. Das Tuanan Projekt ist gerade angelaufen und wird zunächst ein 50 Hektare grosses Gebiete aufforsten. Mindestens weitere 350 Hektare stehen zur Aufforstung allein in Tuanan zur Verfügung.

Wie alles begann

Seit Dezember 2017 führen wir unter dem Titel One-Tree-One-Life eine Kampagne durch, welche die Aufforstungsvorhaben der BOS Schweiz bündelt. Ziel dieser Kampagne ist es, möglichst viel Geld für Setzlinge und unsere Aufforstungsprojekte in Ost-Kalimantan (Samboja Lestari) und Zentral-Kalimantan (das SOS Borneo und das Tuanan Projekt) zu sammeln. Ende 2019 ging die One-Tree-One-Life-Kampagne und mit ihr unser Volontärprogramm in die dritte Runde. Im Februar/März 2020 brach eine 15-köpfige Gruppe aus der Schweiz für ein 2-4 wöchiges Volontariat nach Borneo auf. Auch in Zukunft sind ähnliche Volontärreisen geplant. Bei Interesse bitte an info(at)bos-schweiz.ch wenden.

Quelle: BOS Schweiz

Die One-Tree-One-Life-Kampagne und die begleitenden Volontärreisen wurden von Angela Burri ins Leben gerufen. Bereits 2016, nach der verheerenden Brandkatastrophe in Borneo, setzte sie sich für die Wiederaufforstung des Regenwaldes rund um die Rettungsstation Samboja Lestari ein. Damals pflanzte sie nicht nur die Setzlinge. Sie machte auch in ihrem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis mit ihrem Engagement auf die Orang-Utans und ihre Probleme aufmerksam und sammelte Spenden für die Aktion. 2018 brach sie mit Gleichgesinnten erneut nach Borneo auf und leitete unsere ersten beiden Volontärreisen.

Unser Team in Runde III wurde nun von Thomas Kamm (BOS Schweiz-Gründungsmitglied und Präsident) betreut. Er kennt BOS Schweiz und die Projekte und Programme vor Ort lange und gut, sodass die Reisenden einen sehr exklusiven Einblick in unserer Arbeit erhielten.

Wer 2019/2020 mit uns aufforstet

Das 15-köpfige Team, das im Februar und März 2020 für 2 bis 4 Wochen nach Borneo reiste, setzte sich aus den jungen Wilden, einer erfahrenen Garde und einer erweiterten, Orang-Utan- und Regenwald-verrückten Familie zusammen. Hier einige O-Töne zur Motivation:

«Wir sind die jungen Wilden und das Schicksal der Orang-Utans und ihres Lebensraumes berührt uns sehr! Wir möchten selbst aktiv werden und den Tieren, dem Wald, den Menschen und dem Planeten etwas zurückgeben. Auch wenn unser Impact klein sein wird: Als Volontäre können wir selbst Verantwortung übernehmen, bei der Aufforstung des Regenwaldes helfen sowie unterstützende Arbeiten in der BOS-Rettungsstation für die Orang-Utans und die Malaienbären dort leisten. Wir freuen uns riesig auf diese Arbeit und werden sicher mit vielen tollen Erfahrungen zurückkehren».

«Als erfahrene Garde sind zumindest einige von uns mittlerweile freier im Gestalten der eigenen Lebenszeit. Wir sind fit, der Umweltschutz ist eine Herzensangelegenheit von uns allen und wir haben Freude daran, Neues zu entdecken. Daher erscheint uns der Einsatz als BOS Schweiz-Volontär*in wie ein Geschenk. Unverständnis empfinden wir, wenn wir sehen, wie Regenwälder abgeholzt oder brandgerodet werden – aus reiner Profitgier! Wir sind beeindruckt und berührt von der Arbeit, welche die BOS-Mitarbeitenden tagtäglich leisten. Auch der ganzheitliche Ansatz der BOS-Projekte überzeugt uns. Wir freuen uns, vor Ort mithelfen zu dürfen und damit einen kleinen Beitrag zu leisten, damit die Orang-Utans, ihr Zuhause und letztlich wir selbst eine Zukunft haben.»

«Carina, die schon länger BOS Schweiz unterstützt, hat uns alle überzeugt! Wir sind bereit, uns gemeinsam als Familie auf diese Reise zu begeben, um den Dschungel, seine Bewohner*innen und die Natur kennen zu lernen und zu beschützen. Wir wollen helfen, den Regenwald aufzuforsten und dadurch den Orang-Utans ihren Lebensraum zurückgeben. Wir freuen uns auf spannende Erlebnisse in der Natur, mit Mensch und Tier. Hoffentlich ist das Wetter im Regenwald besser – zumindest regnet es dort wärmer. Als Familie sind wir zusammen stark. Wir werden viel erreichen und ein einmaliges, unvergessliches Erlebnis mit nach Hause nehmen.»

Möchtest auch Du auf Borneo mit anpacken? Zukünftige Reise-Termine und mehr Infos findest Du hier.

Was wir gemeinsam erleben

24. März 2020: Arten- und Umweltschutz trotz Corona-Krise

Die BOS Foundation hat die Samboja Lodge und alle Rettungszentren mittlerweile für Besucher*innen geschlossen. Es gelten verschärfte Hygienevorschriften, denn zu gross ist die Gefahr, dass sich auch die Orang-Utans und BOS-Mitarbeitenden mit dem Virus anstecken könnten.

Vor uns liegen ungewisse Zeiten, denn mit Sicherheit werden die Spendeneinnahmen einbrechen. Bitte lasst uns jetzt nicht im Stich und spendet weiter für den Orang-Utan und Regenwaldschutz! Der Bedarf für finanzielle Unterstützung wächst in der Krise und beide Anliegen haben nichts an ihrer Dringlichkeit und Bedeutung eingebüsst. Die One-Tree-One-Life-Kampagne läuft weiter bis in den Herbst 2020, wenn wir hoffentlich in eine neue Runde starten!

23. März 2020: Arten- und Umweltschutz trotz Corona-Krise

Seit heute sind alle BOS Schweiz-Volontäre wieder in der Schweiz. Teilweise erwischten sie den letzten regulären Flug nach Singapur, bevor dieser Flughafen auch für den Transitverkehr geschlossen wurde. Wer nach dem verlängerten Volontariat noch weiter reisen wollte, musste diese Pläne wegen der Corona-Pandemie ändern.

Quelle: BOS Schweiz

16. März 2020: Abschied nehmen

Hier zwei kleine O-Ton-Berichte von Petra. Während der letzten zwei Wochen in Samboja Lestari wurden sie, Elke und Nico von Cameron betreut, einem Volontär-Koordinator unserer Partnerorganisation BOS Australien:

„Die Zeit verging so schnell… Die Verabschiedung in der Lodge war schon fast traurig, da wir doch 4 Wochen ihre Gäste waren. Ich genoss den Aufenthalt sehr. Das Essen war immer lecker. Die Mitarbeiter sehr freundlich und hilfsbereit. Für mich war es eine super spannende und wunderschöne Erfahrung. Ich bin sehr froh, dass ich mich für 4 Wochen entschieden habe! Ich bin sehr glücklich, durfte ich vor meiner Rückkehr dieses Abenteuer noch voll geniessen. Mit diesen schönen Erinnerungen kann ich auch die Corona-Quarantäne-Zeit gut meistern“.

12. März 2020: Das Volontariat neigt sich dem Ende zu

„Die letzten Tage verbrachten wir mit Bambus schneiden für Enrichments, stellten den Kompost fertig, bauten Hängematten aus Feuerwehrschläuchen, die Cameron aus Australien mitbrachte, säuberten die Malaienbären Gehege und beseitigten das Unkraut um die Inseln. Die Nachmittage verbrachten wir immer im Regenwald. Mit Macheten sammelten wir grüne und rote Ingwer Blätter, die wir den Orang-Utans verfütterten. Für mich war das immer der schönste Teil des Tages. Ich liebte es durch den Wald zu laufen, die Vielfältigkeit der Pflanzen, Blumen, Bäume und Tiere. Es gab so viel zu entdecken. Es war so friedvoll und ruhig aber nie ganz still… man hörte immer verschiedene Tiergeräusche.

Quelle: BOS Schweiz

Jeder von uns durfte mal mit Sam auf das Boot und ihn beim Füttern der Orang-Utans begleiten. Die Orang-Utans kamen sofort ans Ufer, um ihr Essen zu holen. So hatte man die Möglichkeit, sie von ganz nahe zu beobachten. Einmal pflanzten wir Bäume. Wir waren schnell fertig, da es leider nur noch ein paar Setzlinge übrig hatte“.

9. März 2020: Aktueller Spendenstand: knapp 57’500 Franken!

Wir danken heute besonders LUSH Schweiz für die grosszüge Unterstützung! Seit Ende letzten Jahres fliessen die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf von Papiertragetaschen durch LUSH Schweiz in unsere Aufforstungskampagne. Die erste stolze Summe von 3859 Franken ist gerade eben eingetroffen.

4. März 2020: Volle Kraft voraus…

… heisst es beim Bau einer Kompost Anlage bei den Bären! Die dort entsorgten Abfälle sollen zu Humus werden, der letztlich in der Aufforstung wieder eingesetzt wird. Die Materialkosten für den Bau der kleinen aber feinen Kompostanlage übernehmen wir deshalb gerne und finanzieren das Projekt aus der One-Tree-One-Life-Kampagne Runde III.

Quelle: BOS Schweiz

Für Elke, Petra und Nico geht auch die zweite Hälfte ihrer Volontärreise bald dem Ende zu. Am 13.3. heisst es Abschiednehmen von Samboja Lestari. Wir sind stolz auf euch und das, was ihr vor Ort noch bewegen konntet! Merci auch an euch für eure Hilfe!

2. März 2020: Weiter geht’s in Samboja Lestari

Drei unserer Volontäre machen aus ihrem knapp 2-wöchigen Einsatz 4 Wochen. Elke, Nico und Petra sind nach Samboja Lestari zurück gekehrt und dort aktuell für die Bären im Einsatz. In den letzten Wochen nahm die BOS Foundation 8 Bären-Babys auf, die die regionale Naturschutzbehörde (BKSD) konfiszierte. In der Regel stammen die Babys aus der illegalen Haustierhaltung. Ihre Mütter wurden zuvor getötet, denn Malaienbären werden - obwohl sie bedroht sind - noch immer gejagt wegen ihres Fleisches aber auch ihrer Gallenblase bzw. dem Gallensaft, der in der Traditionellen Chinesischen Medizin Verwendung findet.

Quelle: BOS Schweiz

Da die gerade frisch gebauten Aussengehege schon besetzt sind, suchen wir fieberhaft nach einer Lösung für die Bären. Insofern geeignete Auswilderungsgebiete vorhanden sind, könnten zumindest einige der Jungtiere eventuell ausgewildert werden. Ein langwieriger und teurer Prozess! Oder es müssen neue Aussengehege gebaut werden…

Aktuell steht der Bau bzw. die Erneuerung einer Plattform für die Bären an und auch in die Verlegung der Tiere in andere Gehege waren unsere Volontäre involviert.

Ende Februar 2020: Aktueller Spendenstand: 53605.30 Franken! Merci an alle, die bisher Bäume und Setzlinge gespendet oder verschenkt haben!

28. und 29. Februar 2020: Rückreise nach Zürich bzw. Samboja Lestari

Während der Grossteil der Gruppe heute nach Zürich zurück reisen wird, bleiben Nico, Elke und Petra zwei weitere Wochen als Volontäre in Samboja Lestari. Wir halten euch über ihre Aktivitäten auf dem Laufenden und wünschen den Heimkehrern und Heimkehrerinnen eine gute Rückreise!

Quelle: BOS Schweiz

27. Februar 2020: Mithilfe in der Rettungsstation Nyaru Menteng & Ausflug nach Salat Island

Mit Salat Island hat die BOS Foundation mittlerweile ein beeindruckendes Vorauswilderungsprojekt in der Nähe von Nyaru Menteng in Betrieb genommen. Anders als auf den anderen Vorauswilderungsinseln, ist Salat Island - eigentlich ein Konglomerat aus mehreren Inseln - ausgebaut. Auf einer der Inseln befindet sich ein Visitor Center, Holzstege, eine Besichtigungsplattform, eine Klinik, eine kleine Solaranlage und Unterkünfte für die Mitarbeitenden. Nur per Boot kann all das erreicht werden. Auf den Inseln untergebracht werden auswilderbare Tiere, sowie Orang-Utans, die für immer dort in einem natürlichen Habitat leben dürfen (ein Alten- oder Pflegeheim für alte und körperlich beeinträchtigte Tiere).

Früh am Morgen machte sich ein Teil der Volontärinnen auf, Salat Island zu besuchen. Florian berichtet: “Wir wurden von einer kleinen, grinsenden Truppe von BOS-Mitarbeitenden bei unserer Unterkunft früh am Morgen abgeholt. Ihr aufgewecktes und freundliches Auftreten vertrieb die letzte Müdigkeit, und wir machten uns gemeinsam auf den Weg Richtung Salat Island. Zwei Stunden brausten wir im Auto quer durch ehemaligen Regenwald. Leider war von diesem weit und breit nichts mehr zu sehen – nur zerstörte Landschaften! Es ist ein trostloses Bild, das wir sahen, bis wir an einem kleinen, unscheinbaren Steg stoppten und auf ein Boot umstiegen. Bereits nach wenigen Minuten auf dem Wasser hatte sich die Landschaft sichtlich verändert. Links und rechts vom Fluss ragten wieder saftig grüne Bäume in den Himmel und kündigten unser Tagesziel an”. In ihrem persönlichen Erfahrungsbericht auf der BOS Schweiz Website haben Florian und Carina ihre weiteren persönlichen Eindrücke vom Inselrundgang festgehalten.

Quelle: BOS Schweiz

Während die einen Salat Island besuchte, leistete die andere Hälfte der Volontärgruppe Mithilfe in der Rettungsstation Nyaru Menteng. Gemeinsam wurden Früchte geschnitten für die Orang-Utans und am Nachmittag ein lokaler Markt besucht. Am Abend traf man sich zu einem letzten gemeinsamen Abendessen im Hotel.

25. und 26. Februar 2020: Abreise Samboja Lestari und Besuch der BOS-Rettungsstation Nyaru Menteng

Nach zwei weiteren und insgesamt neun Tagen in Samboja Lestari, reisten unsere Volontäre am 25. Februar bereits weiter nach Nyaru Menteng - in die zweite und grössere der beiden BOS-Rettungsstationen in Zentral-Kalimantan. Da nun alle die Quarantäne hinter sich hatten, konnte dort ein ausführlicher Besuch der Rettungsstation inklusive Waldschule und Vorauswilderungsinseln stattfinden.

Auf mehreren Inseln in der Nähe der Rettungsstation üben viele der bereits rehabilitierten Orang-Utans die Freiheit. Erst wer sich dort bewährt, kann zurück in die Wildnis des Regenwaldes. Vom Boot aus konnten die Volontäre beobachten, wie die Tiere noch einmal am Tag zu gefüttert werden.

Quelle: BOS Schweiz

Zurück in der Rettungsstation wartete am Nachmittag ein Highlight für die Volontäre: Dann kann beobachtet werden, wie die Waldschüler*innen aus dem Dschungel zurückkommen, wo sie tagsüber ihren Schulalltag verbringen. Dort lernen sie klettern, Werkzeuge zu benutzen um Nüsse oder Früchte zu öffnen, Termiten oder Honig zu stochern, wie man Essbares von Giftigem unterscheidet oder wie man Schlafnester baut. Bevor es über Nacht in die Gemeinschaftsgehege geht legen alle noch einen Stopp auf dem Spielplatz ein.

23. Februar 2020: Wochenende ist Ausflugszeit

Am Wochenende haben die Volontäre einen Tag frei. Die Zeit wird genutzt für freiwillige gemeinsame Ausflüge. Unter anderem bietet die Lodge eine Bootfahrt auf dem ca. 45 Minuten entfernten Black River an, einem Fluss, der gesäumt von Mangroven am Ufer ins nahe gelegene Meer mündet.

Quelle: BOS Schweiz

In dieser Gegend leben Rudel von Nasenaffen, die es nur auf Borneo gibt und die ebenfalls stark bedroht sind. Sie sind die besten Schwimmer unter den Primaten und können weit springen. Ihre menschlich anmutenden roten Gesichter mit den grossen Knollennasen erinnerten die Bevölkerung Malaysias an sonnenverbrannte Europäer. Das brachte den Nasenfallen – auch Holländeraffen genannt – ihren Namen ein. Die Babys werden übrigens mit blauen Gesichtern geboren! In der Abenddämmerung sind die Nasenaffen vor allem aktiv und lassen sich vom Boot aus gut beobachten.

Quelle: BOS Schweiz

Auch ein Ausflug zu einem nahe gelegenen Baumwipfel Pfad steht auf dem Plan. Über die Hängebrücke gelangt man zu Aussichtsplattformen und kann den Blick über den Wald geniessen.

Impressionen finden sich in der Galerie unten. Imam, der Touristenführer der Lodge, kümmert sich rührend um die Schweizer Schützlinge und alle anderen Ausflügler der Lodge.

Im verdienten Feierabend noch schnell…

Im Feierabend werden noch schnell Dankeskarten an die Spender*innen geschrieben. Wer eine grössere Summe an die One-Tree-One-Life spendent der bekommt u.U. einen kleinen Gruss aus dem Feld!

Quelle: BOS Schweiz

Ebenfalls nach getaner Arbeit bzw. in der Mittagspause wurden die Sachspenden übergeben, die unsere Volontäre von der Weita Service AG mitbekommen hatten. Das Tierärzte-Team in Samboja Lestari rund um Chef-Tierärztin Agnes strahlt um die Wette und freut sich tierisch über die Materialien.

Ein Teil der Erste Hilfe Koffer wird in die Camps der Auswilderungegebiete reisen und dort die medizinische Notfallversorgung sicher stellen. Die Arbeit dort ist gefährlich und die Teams besonders dankbar, für die Erste Hilfe Koffer! Merci auch von uns allen!

Quelle: BOS Schweiz

21. und 22. Februar 2020: Die ersten Bäume werden gepflanzt!

Christel berichtet aus erster Hand:

“Endlich ist er da – unser ersten Arbeitseinsatz in Samboja Lestari. Mit dem Pickup wurden wir ins Pflanzgebiet gefahren, wo bereits 800 kleine Bäume auf uns warteten. Etwa 400 Mango-, Durian-, Jackfruit-, Guave- und Hartholzsetzlinge wurden von uns gepflanzt. Trotz der schweisstreibenden Arbeit gingen wir voller Energie und Freude an die Arbeit”.

Quelle: BOS Schweiz

“Nach getaner Arbeit empfanden wir alle eine große Befriedigung am Aufforstungsprojekt One-Tree-One-Life teilzunehmen. Der Regenwald hat uns mit seiner beruhigenden Ausstrahlung empfangen. Nach dem Mittagessen wurde an Enrichments (Beschäftigungsmöglichkeiten) für die Orang-Utans gearbeitet. Bambus wurde gefällt, zersägt und entastet – was nicht minder schweisstreibend war. Aber wir alle haben den Tag genossen und sind zufrieden.”

22. Februar 2020: Gemeinsam sind wir bärenstark…

Da die Gruppe mit 15 Volontären recht gross ist, wird meist in zwei Gruppen gesplittet. Während die einen die bereits gesägten Bambusrühren im Rahmen der Enrichment-Aktivitäten mit Samen, Nüssen und Kürbis- bzw. Cassava-Mus füllen oder ähnliche Leckereien für die Orang-Utans kunstvoll in Palmblätter einwickeln, hilft Truppe Nummer 2 am Bärenprojekt mit.

Quelle: BOS Schweiz

Bereits seit den Anfängen der Rettungsstation werden in Samboja Lestari auch Malaienbären vor der Zerstörung ihres Lebensraumes, der Wilderei oder der illegalen Haustierhaltung gerettet. Noch heute werden die Bären gerne als Statussymbol in privaten Haushalten oder kleinen Zoos unter miserablen Bedingungen gehalten. Die einst süssen und kleinen Jungtiere werden jedoch schnell gross und stark und fristen spätestens dann ein trostloses Dasein.

Über 70 Bären beherbergt Samboja Lestari mittlerweile. Darunter auch immer mehr verwaiste Jungtiere. Ein Grossteil der Malaienbären ist neu in einer riesigen Aussenanlage untergebracht. Das Projekt konnte v.a. dank finanzieller Unterstützung aus der Schweiz realisiert werden!

Quelle: BOS Schweiz

Gemeinsam mit Patrick, dem Bärenexperten vor Ort, geht es in den Wald von KJ7. Dort liegen noch alte Gitter, die beim Bau der neuen Aussen- und Käfiganlagen wieder verwendet werden können. Recycling eben!

Der Transport über den früheren teilweise recht maroden Board Walk ist allerdings nicht einfach. Kraft und Vorsicht sind gefragt, vor allem wenn gleichzeitig nicht nur schwere Eisengitter, sondern auch noch eine Leiter transportiert werden muss.

Quelle: BOS Schweiz

In der Lodge, aber auch während der Arbeiten im Wald begegnen den Volontären immer wieder Tiere. „Echt genial“ kommentiert Joe diese grüne Schlange! Etwas zutraulicher sind hingegen die Gottesanbeterin und die riesen Heuschrecke, die sich auf die Terrasse der Lodge verirrt haben (siehe Galerie).

Ebenfalls schön zu beobachten ist es, wenn am späten Nachmittag die Orang-Utans das gebaute Enrichment bekommen und genüsslich vor den Augen der Volontäre verzehren!

20. Februar 2020:

Ein Einkauf auf dem lokalen Markt liegt bereits hinter den Volontären, genau wie eine Einführung in die Regeln und Lokalitäten vor Ort.

Quelle: BOS Schweiz

Bei einer ersten Entdeckungstour wurde u.a. das BOS Office besichtigt, mit Blick über ganz Samboja Lestari und den komplett von BOS aufgeforsteten Wald dort. Denn als Samboja Lestari von BOS erworben wurde, stand dort nur trostloses, leicht entflammbares Grasland. In den letzten 15 bis 20 Jahren sind über eine Million Setzlinge gepflanzt worden und ein Regenwald ist entstanden, in den bedrohte endemische Arten (wie Kobras oder Wildschweine) zurückgekehrt sind.

Nach dieser Einführung steht dem Start der Volontäraktivitäten nun nichts mehr im Wege. Um Enrichments (Beschäftigungsmöglichkeiten) für die Orang-Utans und Malaienbären zu bauen (u.a. Bambusrohre, in denen Samen und Nüsse so versteckt werden, dass die Tiere ihre Fingerfertigkeiten trainieren müssen, um an die Leckerbissen zu gelangen) muss zunächst Bambus geschlagen werden.

Bei den Temperaturen und fast 100 Prozent Luftfeuchtigkeit ein schweisstreibender Job! Der Bambus wird dann in Stücke gesägt und mit Essbarem gefüllt. Alle packen hoch motiviert mit an.

Quelle: BOS Schweiz

Im Wald trifft man zudem auf den einen oder anderen Waldbewohner. Diese Handteller grosse Spinne lässt die Herzen aller Spinnen Freunde höher schlagen und die Herzen aller Spinnen Phobiker galoppieren.

Die Regenwälder Borneos gehören zu den artenreichsten der Welt. Auf einem einzigen Urwaldbaum zählten Forscher 24000 einzelnen Insekten, die fast 2800 verschiedenen Arten angehörten!

Hier gibt es auch die grösste Blüte, den grössten Käfer oder das grösste Insekt der Welt - eine fast 60 cm lange Stabheuschrecke. Spinnen, Geckos, Käfer, ab und zu sogar ein Leguan oder eine Schlange… sie alle teilen den Wald mit den Volontären und sorgen für Abwechslung im harten Arbeitsalltag.

Quelle: BOS Schweiz

Nach getaner Arbeit winkt dafür ein traumhafter Sonnenuntergang auf der Terrasse der Lodge! Wer möchte, gönnt sich dort noch ein Bier, bevor es gemeinsam zum Abendessen geht.

Zum Frühstück, Mittagessen und Abendessen wird in der Lodge jeweils ein Buffet serviert. Gekocht wird immer regional und saisonal. Auch Vegetarier kommen stets auf ihre Kosten. Reis ist natürlich auch immer dabei und frische Früchte zum Dessert.

Wem der tolle Blick und das leckere Essen nach Feierabend nicht genügen, der stoppt nach getaner Arbeit noch kurz bei den Inseln unterhalb der Lodge und verweilt bei den Orang-Utans dort. Spätestens dann weiss man, wofür die ganzen Strapazen gut sind.

Quelle: BOS Schweiz

Di., 18. Februar 2020:

Der erste Orang-Utan bzw. die ersten Orang-Utans wurden gesichtet! Mama Marlin mit Sohn Marlon auf ihrer Vorauswilderungsinsel. Marlin ist ein ehemaliges Zirkustier, das seit vielen Jahren in der BOS-Rettungsstation lebt und dort ihr Baby Marlon zur Welt brachte. Seitdem erobert der freche Kleine die Herzen der Besucher*innen.

Quelle: BOS Schweiz

Carina berichtet aus erster Hand vom ersehnten Treffen mit den Orang-Utans:

Der Regenwald begrüsste uns heute Morgen mit prasselndem Regen. Nachdem wir gestern noch etwas wasserscheu waren, gings heute früh auf Erkundungstour rund um die Samboja Lodge. Wir besichtigten einige der wunderschön angelegten Inseln und sahen dort trotz Regen die ersten Orang-Utans. Was für ein schönes Gefühl diese faszinierenden Tiere zu sehen! Allerdings wurde dieses schöne Gefühl schnell von Wehmut begleitet, als wir von den tragischen Schicksalen der einzelnen Tiere erfuhren. Gerettet aus einem Zirkus oder aus schlimmer Privathaltung, dürfen die Tiere hier jetzt ein artgerechtes und freies Leben auf begrenztem Raum führen. Auf den dicht bewachsenen Insel können sie klettern, turnen, sich verstecken oder sich zeigen, kurz gesagt, tun was sie wollen und wie es ihnen wohl ist.

Den nächsten Halt machten wir bei den Gehegen der Malaienbären. Hier bekamen wir interessante Infos zum etwas neueren Projekt mit den Bären. Auch ihr Leben ist mit traurigen Geschichten verknüpft und soll hier zu einem besseren werden. Die Bären dürfen sich in den riesigen neuen Aussengehegen erholen, lernen und leben. Und BOS arbeitet auch hier unglaublich fleissig daran, dass dies nicht die letzte Station der Malaienbären bleibt.

Mo, 17. Februar 2020:

Nach einer 24-stündigen Reise sind alle 15 Volontäre endlich wohlbehalten in Samboja Lestari angekommen. Fünf stiessen in Singapur bzw. Balikpapan/Borneo zur Gruppe, von wo aus man gemeinsam in die Samboja Lodge gebracht wurde. Nach einem ersten gemeinsamen Mittagessen und Blick über den Regenwald fielen alle todmüde in die Betten.

So., 16. Februar 2020:

Es ist soweit: Am Sonntag 16.2. hiess es Abflug am Flughafen Zürich! Mit im Gepäck: Sachspenden der Weita Service AG (Arbeitshandschuhe für die Volontäre, Erste Hilfe Koffer und Schutzbrillen), sowie allerlei Mitbringsel für die Rettungsstationen.

Vielen Dank an diesen und alle anderen Sponsoren für die Unterstützung!

Quelle: BOS Schweiz

Ende Januar 2020: Aktueller Spendenstand

51689.25 Franken sind bereits bis Ende Januar 2020 in der dritten Runder der One-Tree-One-Life-Kampagne zusammen gekommen dank zahlreicher Weihnachtsspenden und der Unterstützung unserer Volontäre und Sponsoren! Dieser Start ist grandios, aber erst der Anfang. Bitte unterstützt uns weiterhin und spendet oder verschenkt Bäume!

Die diesjährige Reiseroute

Am 16. Februar macht sich der Grossteil der One-Tree-One-Life-Volontäre gemeinsam auf den Weg ins 11000 km Luftlinie entfernte Borneo. Von Zürich aus geht es direkt nach Singapur und weiter nach Balikpapan auf Borneo. Andere, die bereits zuvor unterwegs waren, werden in Singapur und Balikpapan zur Gruppe stossen. Am Flughafen in Balikpapan wartet dann schon ein Mitarbeiter der Samboja Lodge, um die Volontäre nach Samboja Lestari zu bringen. Rund eine Stunde wird es dauern, bis alle dort in den Indonesischen Dschungel eintauchen werden…

Baum für Baum

Die BOS-Rettungsstation Samboja Lestari befindet sich auf komplett aufgeforstetem Gebiet. Mehr als eine Million Setzlinge wurden dort in den letzten 15-20 Jahren gesetzt. Heute steht hier intakter Regenwald, in den viele endemische Arten zurück gekehrt sind. BOS nutzt dieses Gebiet für die Rettungsstation und Pre-Release-Aktivitäten. Ein 2015 abgebranntes Gebiet muss bis heute wieder aufgeforstet werden. Auch 2019 sind weitere Hektare Wald bei den Bränden zerstört worden. Hier kommen unsere Volontäre zum Einsatz!

Quelle: BOS Schweiz

Was pflanzen wir?

Bevor wir hier noch ausführlicher über die Aufforstungsaktivitäten in Samboja Lestari berichten werden, eine kurze Auflistung derjenigen Sorten, die wir bis heute pflanzen. Hierbei handelt es sich um eine gute Mischung aus Nutzhölzern und Fruchtbäumen (u.a. auch viele Pflanzen, die den Orang-Utans als Nahrung dienen), sowie schnell und langsam wachsende Sorten. Alle Setzlinge sind einheimische und in der Regel bedrohte Sorten.

Hier ein Überblick von Agus, dem Leiter der Rettungsstation:

Timber/wooden tree:

1. Iron tree (ulin): endemic and endangered tree of Borneo; very hard and valuable wood

2. Shorea species (Meranti): endemic and endangered tree of Borneo; very valuable wood

3. Kapur tree: endangered tree and endemic in Borneo.

4. Some hard wooden tree such as gaharu, callophylum etc.

Fruits tree:

1. Rambutan: edible fruits; also orangutan fruit tree

2. Durian: edible fruits; orangutan loves it

3. Local Durian: a local and endangered species of Durian from Borneo; orangutans eat it

4. Langsat: local fruit; orangutans eat it

5. Rambai: local fruit; very sour taste; orangutans also eat it

6. Some more local fruit trees such as guava, jackfruit, breadfruit etc.

Die Setzlinge werden in der lokalen Baumschule gezogen oder vor Ort eingekauft. In der Regel werden sie natürlich von einheimischen Kräften gepflanzt, die sich so ihr Einkommen generieren oder aufstocken. Nur ein ganz kleiner Teil wird von den BOS Schweiz-Volontären selbst gepflanzt.

Quelle: BOS Schweiz

In der Regel veredeln die Volontäre mit ihren Aufforstungsaktivitäten das nach den Bränden schnell nachgewachsene Gestrüpp mit jungem, wilden Baumbestand. Die gepflanzten Arten bringen das Leben zurück in den Wald: Sie sind so ausgewählt, dass sie ein Ökosystem an Pflanzen, Pilzen, Inselten und Säugetieren anziehen, die sich dann letztlich von diesen Arten ernähren können. Nach 15-20 Jahren sieht der entstandene Wald dann folgendermassen aus. Oben ein Blick von der Terrasse der Lodge.

Am 16. Februar 2020 geht es los! Und vorher gibt es noch viel zu tun…

Auch wenn die Volontärreise erst 2020 stattfinden wird, sind alle bereits tatkräftig im Einsatz für BOS Schweiz. Die Teilnehmenden kommen für die Reise- und Unterbringungskosten selber auf. Zudem leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Programm: Sie investieren ihre wertvolle Arbeitszeit und helfen uns so, Spendengelder für die Aufforstung zu sammeln. Einen Teil der Setzlinge und Bäume, die in den kommenden Wochen gespendet werden, pflanzen die Volontäre dann eigenhändig vor Ort.

Quelle: BOS Schweiz

Aktuell geht es vor allem darum, die One-Tree-One-Life-Kampagne bekannt zu machen. Hierfür haben die Volontäre bereits Standbilder im Kino und zahlreiche Spenden-Kässli in Shops platziert sowie Plakate gestaltet und Flyer verteilt. Auch auf zwei Weihnachtsmärkten verkauften die Volontäre Merchandise-Produkte, Glühwein und Guetzli zu Gunsten der gemeinsamen Kampagne. Wir sind begeistert! Weiter so!

Herzlichen Dank auch an alle Volontäre, die uns beim BOS Schweiz-Jubiläumsevent am 1. Dezember 2019 und der dazugehörigen Fotoausstellung We are the forest in der Photobastei Zürich unterstützt haben. Beim Auf- und beim anstehenden Abbau, am Infostand und bei der Vernissage habt ihr vollen Einsatz gezeigt!

Quelle: BOS Schweiz

Das Programm und die Volontäre 2019/2020

Wer genau im Februar 2020 nach Borneo reisen wird und welchen Aktivitäten die Volontäre nachgehen werden, erläutern wir demnächst an dieser Stelle näher. So viel vorab: Alle werden bei der Aufforstung eingesetzt und helfen innerhalb der BOS-Rettungsstation Samboja Lestari in verschiedenen Bereichen mit (z.B. bei der Renaturierung von Pre-Release-Inseln, beim Anfertigen von Enrichment-Tools für die Orang-Utans oder beim Bau und der Instandhaltung der neuen Malaienbärenanlage). Es wird heiss und anstregend werden!

Ausserdem wissen wir schon jetzt, dass die Zusammensetzung unsere Volontärgruppe noch nie so divers war wie dieses mal. Und noch nie haben wir so viele Volontäre auf einmal nach Borneo geschickt! Insgesamt 16 Personen werden im Februar 2020 von der Schweiz aus nach Borneo reisen, um gemeinsam mit uns Regenwald aufzuforsten.

Quelle: BOS Schweiz

Trotz grosser Unterschiede was das Alter und den beruflichen Hintergrund der Teilnehmenden angeht, haben sie aber Eines gemeinsam: Ihre Liebe zu den Bäumen und den Tieren sowie ihren Willen, etwas aus eigener Kraft zu bewegen! Mit ihrem Engagement geben sie den Orang-Utans Lebensraum zurück. Schön, dass ihr alle dabei seid!

FINALER SPENDENSTAND RUNDE II

Unsere 2. Fundraising-Runde der One-Tree-One-Life-Kampagne beenden wir nun, im Juni 2019, mit einem finalen Spendenstand von 33144.41 Franken! Herzlichen Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer sowie die Sponsoren der diesjährigen Kampagne. Wir hoffen, ihr bleibt am Ball und seid auch ab Herbst 2019 wieder dabei wenn es heisst: One-Tree-One-Life Runde III wir kommen!

Quelle: BOS Foundation

Orang-Utan-Themenwoche auf Radio Zürisee verpasst?

Wer Rogers Themenwoche verpasst hat, kann sich hier - in der Roger Rhyner Hall of Fame auf unserer BOS Schweiz-Website - alles nochmal in Ruhe anschauen. Herzlichen Dank an Roger und Radio Zürisee für die sehr intensiv PR-Unterstützung vor, während und nach Rogers Volontärreise. Für Interessierte und zukünftige Volontäre sind diese Beiträge wertvolle Erfahrungsberichte.

Wer wir sind

One-Tree-One-Life ist eine Kampagne von Borneo Orangutan Survival (BOS) Schweiz in Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Volontären bzw. Volontärinnen und unseren Partnern vor Ort (BOS Australien und der BOS Foundation). Die Kampagne wird zudem von den unten aufgeführten Unternehmen und anderen Partnern unterstützt.

BOS HQ Zürich Bild: Philipp Hofmann

BOS Schweiz ist ein in der Schweiz anerkannter, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Zürich. Gemeinsam mit internationalen Partnern - allen voran der BOS Foundation in Indonesien - setzt sich BOS Schweiz für den dauerhaften Schutz der letzten Orang-Utans und den Erhalt des tropischen Regenwaldes in Borneo ein. Zu diesem Zweck unterhält BOS zwei Rettungsstationen. Orang-Utans in Not, die nicht umgesiedelt werden können, werden dort medizinisch versorgt, rehabilitiert und bis zu neun Jahre lang auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Seit 1991 rettete BOS rund 3000 Orang-Utans und konnte fast 500 in geschützten Waldgebieten auswildern (seit 2012). Ungefähr 400 Orang-Utans warten derzeit auf ihre Auswilderung. Vorhaben zur nachhaltigen Entwicklung der lokalen Bevölkerung (Mikrokreditvergabe zur Förderung von alternativen Einkommensquellen, Gesundheits- und Bildungsprojekte) stehen genauso auf der Agenda, wie das Management von Schutz- und Auswilderungsgebieten, Aufforstungsprojekte in Zentral- und Ost-Kalimantan, sowie Aufklärungs- und Bildungsarbeit hier in der Schweiz.

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