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Der beste Zeitpunkt einen Baum zu pflanzen ist jetzt!

Jedes Jahr werden allein auf Borneo 1.3 Mio. Hektare Regenwald vernichtet. Dies ist eine der weltweit höchsten Abholzungsraten. Tag für Tag schwindet so die Lebensgrundlage der letzten und grössten Baumbewohner der Welt: der Orang-Utans. Ihnen und vielen andere bedrohten Arten bietet der Wald Lebensraum, Schutz und Nahrung. Für uns liefert er Sauerstoff und regelt unser Weltklima. Im Rahmen der One-Tree-One-Life-Kampagne forsten wir von BOS Schweiz deshalb gemeinsam mit Volontären zerstörte Regenwaldgebiete wieder auf.

Möchtest auch Du aktiv etwas gegen die Zerstörung des Regenwaldes unternehmen? Dann erwerbe oder verschenke zu je 7.65 Franken einen Baum (Setzling + 5 Jahre Pflege) oder gleich einen ganzen Regenwald. Mach mit und erlebe, wie Dein Engagement auf Borneo Wurzeln schlägt!

Hintergrund

Seit 2016 werden die Borneo Orang-Utans auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „akut vom Ausserben bedroht“ geführt. International wie national stehen sie deshalb unter strengem Schutz. Ihr Lebensraum in der Regel aber nicht. Das Überleben der Letzten dieser Art kann deshalb nur gelingen, wenn wir den Regenwald bewahren: Nur wenn wir ihn retten, retten wir die Orang-Utans und mit ihnen zahlreiche andere gefährdete und endemische Arten.

image-title-here Quelle: Björn Vaughn, BPI

Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen Orang-Utans in den Baumkronen des Indonesischen Dschungels. Über Jahrtausende gewachsen, zählen diese Wälder zu den artenreichsten der Welt. Doch in wenigen Minuten werden die Urwaldriesen gefällt. In Sekunden werden enorme Flächen brandgerodet, um unseren wachsenden Hunger nach Kohle, Tropenholz oder Palmöl zu stillen. Plantagen entstehen, soweit das Auge reicht. Dieser massive Eingriff in die Natur vernichtet den natürlichen Lebensraum der Orang-Utans. Ganze Ökosysteme hängen von dieser Schlüsselart ab und gehen mit ihr zu Grunde.

image-title-here Quelle: Björn Vaughn, BPI

Wegen ihres schwindenden Lebensraumes kommen jedes Jahr schätzungsweise 3 000 Orang-Utans ums Leben. In den letzten 20 Jahren haben die Orang-Utans 55 Prozent ihres natürlichen Lebensraumes verloren. Ihr Bestand ist deshalb in den letzten 20 bis 30 Jahren um mehr als 80 Prozent geschrumpft. Schon unsere Kinder und Enkelkinder könnten Orang-Utans in freier Wildbahn nicht mehr erleben!

Doch nicht nur die Biodiversität ist bedroht. Grossflächige Brandrodungen und die damit einhergehenden alljährlichen Wald- und Torfbrände beschleunigen auch den Klimawandel und gefährden die Gesundheit von Millionen Menschen.

Die Hälfte aller tropischen Torfmoorwälder befindet sich in Indonesien. Diese Wälder sind die Lunge der Welt, regeln unser Weltklima und binden 42.000 Megatonnen CO2. Werden sie zerstört, gelangen Unmengen an CO2 in die Atmosphäre. Brennen Torfmoorwälder, setzten sie vier bis 40-mal mehr CO2 frei, als Waldbrände in anderen tropischen Gebieten.

image-title-here Quelle: Björn Vaughn, BPI

1997 brannten 1.5 Millionen Hektar Torfmoorwälder in Süd-Borneo ab und produzierten 13 bis 40 Prozent der weltweiten Treibhausgase in dem Jahr. 8 000 Borneo Orang-Utans starben. Innerhalb von diesem einen Jahr reduzierte sich so deren Population um 33 Prozent. Im Herbst 2015 brannte der Regenwald Indonesiens erneut. Vier Monate lang. Ununterbrochen. Auf einer Fläche, so gross wie die halbe Schweiz, loderten und schwelten 127 000 Feuer. Sie setzten 16 Mio. Tonnen CO2 pro Tag frei - mehr als die gesamten USA zeitgleich produzierten. Erneut starben tausende Orang-Utans in den Flammen und wir erlebten einen massiven Zustrom an Orang-Utans in den BOS-Rettungsstationen.

Auch 300 Hektar Regenwald rund um die BOS Rettungsstation in Samboja Lestari fielen 2015 den Flammen zum Opfer. In mühevoller Kleinarbeit war dieses Gebiet zuvor Baum für Baum aufgeforstet worden, denn am heutigen Standort der Rettungsstation befand sich vor rund 16 Jahren lediglich eine durch Abholzung und Waldbrände völlig ausgezehrte, nährstoff- und artenarme Grassteppe. Erst 2010 waren die Aufforstungsarbeiten weitgehend abgeschlossen und nahezu die gesamte zerstörte Fläche mit einem funktionierenden Regenwald bewachsen.

image-title-here Quelle: Björn Vaughn, BPI

Das Gebiet beheimatet keine wilde Orang-Utan Population. In Samboja Lestari werden aber traumatisierte, verletzte und verwaiste Orang-Utans rehabilitiert und auf ihre Auswilderung vorbereitet. Zudem sind viele der ursprünglichen Tierarten in den aufgeforsteten Regenwald zurückgekehrt. Heute ist das Gebiet rund um die BOS-Rettungsstation in Samboja Lestari eine der letzten grünen Inseln der Region. Diese gilt es zu erhalten.

One-Tree-One-Life und Volontärreise 2018

Seit Dezember 2017 führen wir deshalb unter dem Titel One-Tree-One-Life eine Aufforstungskampagne durch. Ziel dieser Kampagne ist es, möglichst viel Geld für Setzlinge und unsere Aufforstungsprojekte in Ostkalimantan (Samboja Lestari) und Zentralkalimantan (das SOS Borneo Projekt) zu sammeln. Ein Teil der Setzlinge wurde im Januar 2018 von BOS-Volontären eigenhändig in Samboja Lestari gepflanzt. Nun geht die One-Tree-One-Life-Kampagne und mit ihr unser Volontärprogramm in die zweite Runde. Auch in Zukunft sind ähnliche Volontärreisen geplant. Bei Interesse bitte an info(at)bos-schweiz.ch wenden.

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Die One-Tree-One-Life-Kampagne und die begleitenden Volontärreisen werden von Angela Burri, 27 Jahre alt, geleitet und koordiniert. Sie hat sich bereits 2016 nach der verheerenden Brandkatastrophe in Borneo für die Wiederaufforstung des Regenwaldes rund um die Rettungsstation Samboja Lestari eingesetzt. Schon damals pflanzte sie nicht nur die Setzlinge. Sie machte auch in ihrem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis mit ihrem Engagement auf die Orang-Utans und ihre Probleme aufmerksam und sammelte Spenden für die Aktion. Über 5’500 Franken kamen zusammen. Rund 530 Bäume konnten mit diesem Geld neu angepflanzt werden. Gemäss ihrem Lieblingszitat - „sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt“ - möchte Angela auch in Zukunft einen Beitrag zum Orang-Utan- und Regenwaldschutz leisten, indem sie unsere Volontärreisen leitet.

Angelas Herz schlägt für den Tierschutz, ihr Gottichind und Pilzrisotto alla Mamma. Auf das Wandern in den Bergen, ihren gewohnten Sport und ihren geschätzten Burgdorfer Freundeskreis muss sie allerdings auch im Oktober/November 2018 wieder verzichten, denn dann wird sie mit den weiter unten aufgeführten Gleichgesinnten nach Borneo reisen.

Programm 2018

5.12.2018: Orang-Utan-Themenwoche im Radio Zürisee

Ab dem 10.12. läuft auf Radio Zürisee eine Themenwoche zu den Orang-Utans und Roger Rhyners Volontärreise nach Borneo. Nicht verpassen!

4.12.2018: AKTUELLER SPENDENSTAND: 12’395.51 Franken

Herzlichen Dank an alle, die unsere Reise verfolgt haben und für unser Anliegen nach wie vor spenden. Die ONE-TREE-ONE-LIFE-Kampagne läuft auf Hochtouren! Spendet weiterhin Setzlinge oder verschenkt Bäume, statt Christbäume zu fällen :)

3.12.2018: Setzlinge spenden beim Wollmützen kaufen

Wer bei nikin.ch - unserem Hauptsponsor in diesem Jahr - eine Wollmütze der Linie “Treeanie Slack Coal” bestellt spendet automatisch einen Setzling für die ONE-TREE-ONE-LIFE…

26.11.2018: Heimflug

Heute fliegen auch die letzten BOS Schweiz Volontäre zurück in die kalte Schweiz…

22.11.2018: Green Friday statt Black Friday

Lust aus dem Black Friday einen Green Friday zu machen? Dann unterstützt unsere Kampagne! Verschenkt doch Regenwald zu Weihnachten… Wider dem Kommerz - für die Nachhaltigkeit :)

22.11.2018: Voller Körpereinsatz in den Tropen - Sophia Benz

Diese Bilder sind definitiv einen Post wert:

Nassgeschwitzt buddeln unsere Volontäre stundenlang einen Entwässerungskanal direkt beim Baby-Haus in Samboja Lestari. Schon ohne Mundschutz wäre das für viele von uns konditionell ein Ding der Unmöglichkeit. Das verdient unsere volle Anerkennung!!!

Bei so viel “girl power” staunen auch Tony und Tom (rechts im Bild) von BOS Australien. Die beiden sind gerade zufällig ebenfalls in der Rettungsstation, um das neue Solar-Projekt zu planen. Ein Teil der Station (die Special Care Unit) wird bereits per Solarstrom betrieben. In Zukunft möchte BOS komplett auf die Dieselgeneratoren verzichten und so bis zu 80’000 USD im Jahr einsparen (!) Tony kümmert sich um die technische Umsetzung. Das finale Fördergesuch werden wir dann bei uns in der Schweiz einreichen. Wer Sponsoren oder Stiftungen kennt, die sich für dieses Thema interessieren könnten, bitte unbedingt melden (info@bos-schweiz.ch)!

21.11.2018: Vision Rettungsstation ohne Käfige - Sophia Benz

Ausserdem hat BOS sich zum Ziel gesetzt, zur weltweit einzigen RETTUNGSSTATION OHNE KÄFIGE zu werden. Im Idealfall würden gerettete Orang-Utan-Babies nur noch kurze Zeit im Baby-Haus verbringen, bevor sie im Waldkindergarten und in der Waldschule auf ein Leben in der Wildnis vorbereitet würden. Von dort aus würden sie nahtlos auf eine pre-Release-Insel übersiedeln. Wer sich dort in der quasi-Freiheit bewährt hat, würde zurückkehren in die Wildnis. Soweit die Theorie oder der Wunsch.

In der Praxis arbeiten wir fieberhaft an der Umsetzung dieser Vision, für die v.a. zwei Dinge nötig sind: 1.) weitere pre-Release-Inseln, auf denen Orang-Utans die Freiheit üben können, und 2.) sichere und geeignete Auswilderungsgebiete. Lange Zeit mangelte es v.a. an Letzterem. Zehn Jahre lang konnte die BOS Foundation deshalb nicht auswildern. Gleichzeitig strömten immer mehr Neuankömmlinge in die Stationen. Tiere, die bereits auf die Auswilderung vorbereitet worden waren, mussten zurück in Gemeinschaftsgehege - auf die Gefahr hin, das bereits Erlernte dort wieder zu verlernen.

Auch wenn heute immer noch viel zu viele Orang-Utans in Käfigen leben müssen, wurden in den letzten Jahren riesige Fortschritte bei der Umsetzung dieser Vision erzielt: Seit 2012 konnte BOS knapp 380 rehabilitierte Orang-Utans zurück in die Freiheit schicken! Mit Kehje Sewen erwarb die BOS Foundation ein eigenes, 86450 Hektare grosses Schutzgebiet, das - neben zwei weiteren Auswilderungegebieten - heute von der Stiftung genutzt und in diesem Fall auch verwaltet wird. Mehr als 1 Mio. Franken kostete die Konzession und auch das Management ist mit kostspieligen Auflagen verbunden. Diese Kosten, sowie ein Grossteil der Logistikkosten für die Auswilderungen nach Kehje Sewen wurden aus der Schweiz über Stiftungsgelder finanziert.

Ein neues Auswilderungsgebiet, das einen Korridor zwischen KJ7 und einem weiter nördlich gelegenen Naturschutzgebiet schaffen wird, erwirbt die BOS Foundation zur Zeit. Dieses Vorhaben, sowie der Bau von mehreren grossen Pre-Release-Inseln in Samboja Lestari fallen ebenfalls unter das BOS Schweiz-finanzierte Ost-Kalimantan-Projekt.

Gemeinsam mit den anderen BOS-Partnern konnte Salat Island (655 Hektare gross) als Pre-Release-Gebiet in Zentral-Kalimantan gesichert und ausgebaut werden. Die ersten Auswilderungskandidaten sind dorthin umgezogen, genauso wie die ersten nicht-auswilderbaren Orang-Utans, die dort ein artgerechtes, natürliches Zuhause finden sollen. Diese Tiere sind zu alt oder körperlich beeinträchtig und können nie mehr in den Regenwald zurück kehren. Ohne Projekte wie dieses, würde ihnen bis ans Ende ihrer Tage Käfighaltung drohen.

Romeo, ein Hebatitis-infiziertes ausgewachsenes Orang-Utan-Männchen hat den Schritt auf seine eigene Pre-Release-Insel bereits geschafft. Mehr als 20 Jahre verbrachte er zuvor auf Grund seiner Krankheit im Käfig, nachdem er aus einem Zoo in Taiwan gerettet wurde. Wegen einer Handverletzung musste er neulich für kurze Zeit zurück in eines der individual cages in Samboja Lestari. Darüber war er sichtlich verärgert. Doch kurze Zeit später konnte er zurück auf seine Insel.

Hiu steht ein Umzug auf eine Insel noch bevor. In Nyaru Menteng ist er das schwerste und grösste Männchen. Als er seinen Käfig bezog, passte er noch durch die Gittertüre. Heute müsste der Käfig aufgeschnitten werden, um Hui daraus zu befreien. Für ihn und viele Andere werden weitere natürliche oder künstlich angelegte Inseln benötigt.

Die BOSF konnte, mit finanzieller Unterstützung einiger BOS-Partner, das hierfür benötigte Land bereits sicherstellen. Der Bau der Inseln, der Aufbau der Infrastruktur und der Transfer der Tiere stehen aber noch an. Bitte unterstützt uns dabei, diesen Tieren, die viel zu lange in den Käfigen ausharren mussten und für die eine Auswilderung keine Option ist, ein besseres Leben zu bieten! Sie haben eine traumatische Vergangenheit, sind krank, oft aggressiv oder haben bereits aufgegeben. In ihren Augen kann man Verzweiflung und Traurigkeit ablesen. Ihr Schicksal spiegelt die ganze Misere des Orang-Utan-Sterbens wider. Sie haben ein Leben in einer natürlichen Umgebung mehr als verdient!

20.11.2018: AKTUELLE SPENDENSTAND: CHF 6’911.66

Herzlichen Dank an alle, die uns bis dato unterstützt haben! Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit macht es umso mehr Sinn, Bäume zu pflanzen statt Christbäume zu fällen :)

18./19.11.2018: Besuch der BOS-Rettungsstation Nyaru Menteng - Sophia Benz

Wie jedes Jahr konnten unsere Volontäre ihren Aufenthalt um einen Ausflug in die zweite BOS-Rettungsstation in Nyaru Menteng, Zentral-Kalimantan ergänzen. Dort leben wesentlich mehr Orang-Utans (ca. 350 Stück) als in Samboja Lestari (ca. 145 Orang-Utans). Auch die meisten BOS Schweiz-Patentiere finden sich dort. Auf dem Programm standen eine ganze Reihe von Programmpunkten, die ihre Spuren hinterlassen haben:

Ausflug zu den Pre-Release Inseln - Sarah Schnüriger

Der erste Stopp auf unserem Ausflug zur Rettungsstation in Nyaru Menteng waren die zwei grossen pre-Release Inseln (Kaja und Bangamat Island). Die Orang-Utans üben auf diesen Inseln das Überleben in der Wildnis. Sie liegen nur ungefähr 15 Minuten Autofahrt von der Station entfernt.

Mit kleinen Motorbooten ging es zunächst um Kaja Insel. Auf dieser Insel sind momentan 44 Orang-Utans, 50 finden darauf maximal Platz. Auf Bangamat Island sind momentan keine Orang-Utans untergebracht, da dort aufgeforstet wird. Die Vegetation muss sich von den Orang-Utans erholen. Unsere Boote hielten an diversen Fütterungsstationen. So konnten wir die wunderbaren Tiere aus der Ferne beobachten. Die noch grössere pre-Release-Insel Salat Island liegt weiter entfernt von Nyaru Menteng. Dort finden nochmals bis zu 200 Tiere Platz.

Orang-Utans in Käfigen - Persöhnliche Eindrücke von Vera Viel

Wir wurden darauf vorbereitet, dass das nicht einfach anzusehen ist. Hat leider nichts genutzt. Bei den ersten Cages angekommen, konnte ich bereits den Tränenstrom nicht mehr zurück halten. Es fühlte sich an, als ob meine eigene Familie in Käfigen sitzen müsste. Ich habe in die Augen dieser Orang-Utans gesehen und schäme mich - nicht dafür, dass ich weine - dafür dass ich der menschlichen Rasse angehöre! Dafür, dass wir ihnen ihre Lebensgrundlage nehmen, nur um überall auf der Welt möglichst billig konsumieren zu können. Aber damit nicht genug. Wir sägen gleichzeitig an dem Ast, auf dem wir Menschen sitzen. Es gibt nur diese eine Erde. Wir atmen alle dieselbe Luft. Wir alle brauchen Freiheit. Dieser eine Blick wird mich mein ganzes Leben nicht mehr loslassen. Bitte helft mit, diesen unglaublichen Menschenaffen ihren Platz in Freiheit zurückzugeben.

EINE EINZIGE AUSWILDERUNG KOSTET BIS ZU 10’000 FRANKEN!

Diese Summe beinhaltet die Vorbereitung der Tiere (Quarantäne), die tiermedizinischen Kosten (Ärzte und Medikamente), den Transport (per Jeep, Boot, teilweise per Helikopter und zu Fuss), die Personalkosten für Träger und Fahrer, die Versorgung der Tiere und der involvierten Personen während der tagelangen Reise, die Überwachung und Kontrolle der Tiere nach der Auswilderung usw. Hinzu kommt, dass die Tiere zuvor bis zu 10 Jahre lang auf ein Leben in der Freiheit vorbereitet, gepflegt und versorgt werden müssen. Von menschlichen Ersatzmüttern lernen die Orang-Utan-Waisen alles, was ihnen sonst ihre Müttern für ein Leben in der Wildnis beibringen würden.

MEHR ALS 2 MIO. FRANKEN KOSTETE ES PRO JAHR, DIE BEIDEN BOS-RETTUNGSSTATIONEN ZU BETREIBEN!

Bitte helft mit. Die Orang-Utans aber auch eure eigenen Kinder und Enkelkinder werden es euch danken!

Babyhaus in Nyaru Menteng – Valerie Bader

Wenn es etwas gibt, das mir von dieser Reise immer in Erinnerung bleiben wird, so sind es die Augen der kleinen Orang-Utan-Babies. Die dunklen Äuglein, umrahmt von langen Wimpern, schauen einen mit so viel Hoffnung an, dass man dahin schmelzen könnte. Jedes Mal aufs Neue. Um auf gleicher Höhe mit den Babies zu sein, knieten wir uns also hin und kamen vor Entzücken fast nicht weiter. Ein Kleines wurde in einer winzigen Hängematte geschaukelt, ein Zweites übte sich im Bananen essen, ein Drittes hing kopfüber von einem Reifen.

Eines stand ganz nah bei den Gitterstäben und beobachtete uns neugierig. Topan ist ihr Name. Sie wurde mit einem Körpergewicht von nur 1,5 kg und völlig dehydriert im Oktober 2017 gerettet. Ihr Gesundheitszustand war damals kritisch.

Ich sah dieses Baby und da war ich mich klar, dass ich mir als Weihnachtsgeschenk eine Patenschaft für sie wünsche. Ich möchte sehen, wie sie ein grosser Affe wird, wie sie zuerst in die Forest School kommt, dann auf die pre-Release-Insel, dann in Quarantäne und schlussendlich in der Wildnis eine eigene Familie gründet. Fern ab von Palmölplantagen, sodass ihre Kinder nicht das gleiche durchmachen müssen wie sie, sondern einfach frei sein können. Heute jedenfalls geht es Topan schon viel besser…

Waldschüler und Patentiere stellen sich vor - Sophia Benz

Wenn sich der Tag langsam neigt und es Nachmittag bzw. früher Abend wird, kann man als Volontär in Nyaru Menteng miterleben, wie die Waldschüler aus dem Dschungel rund um die Rettungsstation kommen und sich - bevor es in die Schlafkäfige geht - noch auf dem Spielplatz vergnügen. Wie kleine Kinder tollen sie herum. Man könnte endlos einfach nur da sitzen und diesen Anblick geniessen…

Besichtigung eines Permakultur-Projektes - Sophia Benz

Ebenfalls beeindruckend ist der Besuch eines lokalen Permakultur-Projektes und seiner Betreiber/in (Frederika und Jayadi). Sie berichten - aus voller Überzeugung und sehr überzeugend - von ihren erfolgreichen Bemühungen, lokale Kleinbauern in dieser Anbauweise zu unterrichten. Mit ihren Mitarbeitenden betreiben die beiden zudem eine Wurmfarm und stellen Humus für Aufforstungsprojekte zur Verfügung, sie produzieren Kokosnuss-Öl und Seifen. Das macht Lust auf eine Zusammenarbeit - v.a. im Rahmen der Community Development Projekte, die BOS mit lokalen Gruppen rund um die BOS Rettungsstationen und Auswilderungsgebiete betreibt.

Den Ausflug nach Nyaru Menteng haben alle genossen. Ein letztes Gruppenbild, denn dann fliegt ein Teil der Volontäre zurück nach Ost-Kalimantan. Vera, Ilonka und Roger reisen von hier aus zurück in die Schweiz.

17.11.2018: Übernachten mitten im Regenwald – Angela Burri

Die Nacht im Regenwald verbringen- kannst du dir das vorstellen? Ich jedenfalls wurde völlig überrascht von der unglaublichen Geräuschekulisse! Zikaden zirpen, Frösche quaken um die Wette, die dumpfen Flügelschläge der riesigen Nachtfalter, Regentropfen fallen von den Blättern auf die Erde, Orang-Utan-Laute in der Ferne und hin und wieder ein nervtötendes Surren eines blutsaugenden Moskitos. Ein Besuch der Samboja Lodge ist definitiv ein Erlebnis der besonderen Art.

17.11.2018: Abendprogramm - Valerie Bader

Wenn sich die Sonne hier um sechs Uhr abends langsam senkt, heisst das aber noch nicht, dass wir Volontäre uns auch in unsere Betten bewegen. Unsere Volontärreise ähnelt dann einem Klassenlager: Es wird Uno und Billard gespielt, Lieder mit der Gitarre nachgesungen und über Gott und die Welt philosophiert. Auch das ein oder andere persönliche Liebesfiasko wurde schon genau durchgesprochen und mit 7 neuen Meinungen beleuchtet. Man fühlt sich (egal ob mans ist oder nicht) wieder richtig jung!

In der Samboja Lodge gehen die Lichter an und wer noch Kraft in den Beinen hat erklimmt den Aussichtsturm der Lodge. Von dort aus geniessen wir den atmeberaubenden Blick über den noch jungen, mühsam aufgeforsteten Regenwald rings rum. Unter uns liegen die Pre-Release Inseln und die Klinik der Rettungsstation. Ab und zu hört man ein ausgewachsenes Orang-Utan-Männchen rufen. Ständig hört man den Lärm der Zirkaden.

16.11.2018: Essen im Regenwald – Angela Schnüriger

Auch wenn man keinen Reis mag, ist man hier bestens versorgt. Das Essen in der Samboja Lodge ist einfach paradiesisch. Jeden Tag aufs Neue werden wir von unseren Köchen mit einem feinen und liebevoll angerichteten Buffet verwöhnt. Sei es mit einem feinen Zmorge mit frisch gepresstem Fruchtsaft oder mit leckeren indonesischen Gerichten zum Zmittag und Znacht. Und das alles in diesem Ambiente:

Nicht zu vergessen unser Highlight: zum Dessert gibts feinste frische Dragon Fruit, Ananans, Mango, Melone oder sonstige tropische süsse Früchte, so wie wir es uns in der Schweiz nur zu träumen wagen. Yummmm!

15.11.2018: Bäume pflanzen - Angela Burri

Wie der Name der Kampagne „One Tree One Life“ bereits erahnen lässt, beschäftigen wir uns tagsüber oft mit dem Aufforsten des Regenwaldes. Da wir uns nicht in einem Primärregenwald befinden, ist es besonders wichtig, dass das Schutzgebiet Samboja Lestari stetig aufgeforstet und der Bestand erweitert wird. Doch wie genau geschieht das?

Das BOS-eigene Gelände wird in regelmässigen Abständen durch  das „Green-Team“ kontrolliert, welches hier für die Forstwirtschaft zuständig ist und auch die angegliederte Baumschule unterhält. Sollte dabei festgestellt werden, dass sich ungewollte Gäste wie hartnäckiger Farn oder Bodenschlingpflanzen eingenistet haben, welche den Boden unfruchtbar macht, kommen wir Volontäre ins Spiel.

Unsere Aufgabe besteht darin, diese Pflanzen zu entfernen und anschliessend, in 3 Meter Abständen, neue, sehr wertvolle Setzlinge (siehe Beitrag weiter unten) zu pflanzen. Auch deren Gedeihen muss überprüft werden und allenfalls Pflanzen, die nicht angehen, entfernt werden.

Damit die neuen Setzlinge wachsen können brauchen sie einen Schutz vor Sonne und Erosion - sprich eine bereits mit niedrigen Pflanzen und schnell wachsenden Hölzern überwucherte Fläche. Was für uns also bereits aussieht wie Dschungel, muss weichen oder wird veredelt. Hier soll ein Wald aus Fruchtbäumen, die seltene Arten anlocken sollen oder vom Aussterben bedrohten Baumsorten entstehen. In einigen Jahren wird dieser wertvolle Wald richtig leben und seine eigene Biodiversität entwickeln.

11.11.2018: Bambus-Enrichments für die Orang-Utans - Sahra Schnüriger

Um für die Orang-Utans in der Rettungsstation für Unterhaltung und Training zu sorgen, werden Enrichments (Beschäftigungsmöglichkeiten) gebastelt. Wir Volontäre dürfen die indonesischen Pfleger dabei tatkräftig unterstützen.

Eines dieser Enrichments haben wir heute gemacht. Dazu begaben wir uns zunächst in den nahegelegen Wald, um Bambus zu holen. Hier war voller Körpereinsatz mit der Machete gefragt, um die meterhohen Bambusrohre abzuschneiden.

Den Bambus sägten wir in kleinere Stücke, die wir mit Leckereien (wie Erdnüsse, Kerne und Rosinen) befüllten. Diese werden zusammen mit einer frisch gekochten klebrigen Paste aus Kartoffeln, Kürbis oder Kasava an die Innenseite der Bambusrohre gestrichen.

Die Orang-Utans müssen all ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen, um als Belohnung an die Leckereien zu kommen. Das fördert ihre motorischen Fähigkeiten, hält vor allem diejenigen Tiere, die in den Käfigen gehalten werden müssen, bei Laune und sorgt für Abwechslung in der Ernährung!

Fast schon kustvoll sehen auch diese Guetzli aus:

Bei ihrem Anblick überkommen uns beinahe Weihnachtsgefühle - wären da nicht die knapp 32 Grad Celsius bei 80% Luftfeuchtigkeit…

Valerie stellt klar: “Diese Leckereien nicht für uns gedacht. Die aus Haferbrei geformten Bällchen, hübsch verziert mit Rosinen, Sonnenblumenkernen und Nüssen, sind für unsere orangen Waldfreunde. Dafür backen wir doch gerne, mit oder ohne Jingle Bells”.

Ebenfalls beliebt bei den Orang-Utans sind Samen oder Nüsse, die die Volontäre in alten Zeitungen oder Illustrierten verstecken. Je schwieriger es ist und je länger es für die Tiere dauert, an die Leckerbissen zu kommen, umso besser.

Auch für die Maialienbären werden ähnliche Enrichtments angefertigt, die im Anschluss von uns verfüttert werden dürfen. Die Tiere dabei zu beobachten, wie sie sich an den Enrichments zu schaffen machen, ist der Lohn für all unsere Mühen!

Für Abwechslung im Käfig-Alltag der Bären und Orang-Utans oder auf den Pre-Release Inseln sorgen ausserdem Hängematten, die wir aus Gummischläuchen oder alten Feuerwehrschläuchen anfertigen.

Selbst ist die Frau, wenn es schliesslich ums Anbringen der Materialien im Bärengehege geht. Möge die Hängematte von langer Dauer sein und nicht sofort wieder in ihre Einzelteile zerlegt werden :)

10.11.2018: Pflanzen: Meine Emotionen - Vera Viel

Ich habe gehackt, geschwitzt und stehe nun vor diesem Loch in der orange-bräunlichen Erde. Endlich ist er da - dieser eine Moment, für den ich gekommen bin. Ein Bäumchen zu pflanzen… ein Bäumchen, das zu einem riesigen Baum werden soll. Ein Baum, der für die Zukunft von uns allen steht. Den Menschen, den Orang-Utans, den übrigen Bewohnern dieses bedrohten Regenwaldes.

Ich fühle mich unglaublich glücklich - pflanzen für das Fortbestehen von uns allen! Dafür, dass die Hoffnung nie stirbt, dafür, dass wir vielleicht doch noch aufwachen und erkennen: Es gibt nichts Wichtigeres, als das alles zu behüten!

9.11.2018: Bäume Bäume und nochmals Bäume…

Bevor wir hier etwas ausführlicher über unsere Aufforstungsaktivitäten in Samboja Lestari berichten, kommt hier eine kurze Auflistung derjenigen Sorten, die wir genau an dieser Stelle pflanzen:

Wir setzten eine gute Mischung aus Nutzhölzern und Fruchtbäumen (u.a. auch viele Pflanzen, die den Orang-Utans als Nahrung dienen), sowie schnell und langsam wachsende Sorten. Alle Setzlinge sind einheimische und in der Regel bedrohte Sorten. Hier ein Überblick von Agus, dem Leiter der Rettungsstation:

Timber/wooden tree:

1. Iron tree (ulin): endemic and endangered tree of Borneo; very hard and valuable wood

2. Shorea species (Meranti): endemic and endangered tree of Borneo; very valuable wood

3. Kapur tree: endangered tree and endemic in Borneo.

4. Some hard wooden tree such as gaharu, callophylum etc.

Fruits tree:

1. Rambutan: edible fruits; also orangutan fruit tree

2. Durian: edible fruits; orangutan loves it

3. Local Durian: a local and endangered species of Durian from Borneo; orangutans eat it

4. Langsat: local fruit; orangutans eat it

5. Rambai: local fruit; very sour taste; orangutans also eat it

6. Some more local fruit trees such as guava, jackfruit, breadfruit etc.

Die Setzlinge werden in der lokalen Baumschule gezogen oder vor Ort eingekauft. In der Regel werden sie natürlich von einheimischen Kräften gepflanzt, die sich so ihr Einkommen generieren oder aufstocken.

8.11.2018: was kreucht and fleucht denn da?

Manchmal wollen wir das gar nicht so genau wissen… Hier in der Schweiz erreichen uns jedenfalls regelmässig Bilder von Skorpionen und Baumschlangen, wunderschönen Schmetterlingen und harmlosen (aber lauten) Geckos.

Die absoluten Highlights sind aber die (nicht auswilderbaren) Orang-Utans auf den alten Pre-Release Inseln. Sie sind über den Wassergraben hinweg auch für unsere Volontäre zu sehen, die am Anfang ihres Aufenthaltes sonst noch nicht in die Nähe der Tiere dürfen. Erst wenn die Quarantänezeit von 10 Tagen in Indonesien und 5 Tagen in Borneo vorbei ist, geht es Richtung Käfiganlagen…

Auf einer der Inseln befindet sich aktuell sogar eine Mutter mit ihrem Baby, das hier in Samboja Lestari - trotz aller Verhütungsversuche - geboren wurde. Im Gegensatz zu den Orang-Utan-Waisen in der Station, hat dieses Baby aber noch seine Mutter, von der er/sie alles lernen kann für die Wildnis.

Die Quarantänezeit überbrücken können die Volontäre ausserdem damit, bei den Malaienbären zu arbeiten oder eben aufzuforsten.

4.11.2018: Ein Tag in der Stadt Balikpapan – Valerie Bader

An unserem ersten echten „day off“ ging es für indonesische Verhältnisse sehr pünktlich um halb 9 Uhr morgens mit dem Bus los nach Balikpapan. Für unsere Arbeit in den nächsten Wochen brauchten wir nämlich noch einiges an Material zum Basteln von Beschäftigungsmöglichkeiten für die Malaienbären und Orang-Utans. Ausschlafen lag für uns 8 Volontäre und unsere indonesischen Freunde Bari und Eyman also nicht drin. Eineinhalb Stunden ging es zuerst über holprigen Strassen, auf welchen erstaunlich wenig los war. Alle Achtung vor den indonesischen off-road-Autos, gegen die unsere Schweizer 4x4 gar nichts sind. Als wir uns der Stadt annäherten, nahm der Verkehr proportional zu. Wir befanden uns  voll in der indonesischen rush hour. Motorräder zischten von allen Seiten um uns herum und wir bewunderten jeden, der sich bei diesem Gewusel noch mit Todesmut über den Zebrastreifen traute. Wir ‚Bules’ (=Ausländer) trauten uns das nämlich nur mit Baris Hilfe und selbst dann nur nach dem Motto „Augen zu und durch“.Nachdem wir Macheten, Schaufeln, Erdnussbutter und Wasser gekauft hatten (und natürlich auch ein paar lustige, essbare Kleinigkeiten für unsere Freunde zuhause in der Schweiz), besuchten wir eine Mall in Balikpapan. Ich hatte das Gefühl, in einem westlichen Land zu sein. Der Boden war blitzblank und die Früchte im Supermarkt sogar hübscher geordnet als bei uns im Globus.

Nach unserem gemeinsamen Mittagessen am Meer fuhren wir weiter zu einem lokalen Früchtemarkt, um Rambutan für die Orang-Utans zu kaufen.

Wir hielten am Strassenrand während der nachmittags rush hour an und gelangten mit Baris Hilfe ohne überfahren zu werden auf die andere Seite. „Luege, Lose, Laufe“ bringt in Indonesien nämlich mal gar nichts. Während Anschi das Nötige zusammensuchte, wurden wir anderen von zwei Indonesiern um gemeinsame Fotos gebeten. Also gab es ein paar Selfies, worüber sich die Beiden total freuten. In der Nähe des Standes beobachteten wir einen Jungen, welcher völlig in seiner Welt eine gesamte Broadway Choreografie tanzte. Wir bewunderten seinen Mut, inmitten so vieler Menschen ungehalten sein Können zu präsentieren.Nach diesem eindrucksvollen Tag genossen wir die Rückfahrt mit kühlem Fahrtwind und Rogers Version von „somewhere over the rainbow“, welche er auf seiner Ukulele spielte. Die Stimmung war perfekt!

1.11.2018 Abschied - Sophia Benz

Am 1.11. ging es für mich nach anstrengenden aber schönen 10 Tagen zurück nach Zürich. Im Anschluss an das alljährliche BOS Partners Meeting hatte ich mir noch kurz Zeit genommen, unsere BOS Schweiz Volontäre in Samboja Lestari zur begrüssen. Gemeinsam machten wir eine Tages-Tour übers Gelände, klären erste Fragen und drehte erste Video-Sequenzen mit Björn, der vor Ort nicht nur die BOS Schweiz Projekte, sondern auch das Volontärprogramm dokumentieren soll.

Die beiden Angelas und Sahra wurden überschwenglich von alten Bekannten begrüsst, alle erfuhren, was es mit dem Enrichment auf sich hat, wir besichtigten das BOS Büro, blickten von der Terasse über den aufgeforsteten Regenwald und besichtigen die Stelle, wo unsere OTOL Volontäre aufforsten werden.

Den ersten Arbeitseinsatz leisteten unsere Volontäre bei den Bären und bauten eine wunderbare Fütterungsplatform in einem der alten Aussengehege. Nur wer die erschwerten klimatischen Bedingugen kennt, weiss, wie viele Schweisstropfen dabei geflossen sein müssen… alle Achtung und liebe Grüsse zurück an euch aus der Schweiz!

29.10.2018 Erste Eindrücke - Vera Viel

Ankunft in Balikpapan nach einem Flug, der erstaunlich gut über die Bühne gegangen ist. Woah!! Diese Wärme und Luftfeuchtigkeit! So intensiv hab ich mir das nicht vorgestellt. Aber was mich völlig aus den Socken gehauen hat, kam erst auf der Weiterfahrt nach Samboja Lestari: Abgas geschwängerte Luft, wie ich sie noch nie geatmet habe! Unglaublich, dass in dieser Luft Leben stattfinden kann. Dann ein echtes Aufatmen, als wir von der Hauptstrasse abbogen auf eine holperige Nebenstrasse, die das Wort „Strasse“ jedoch kaum verdient. Diese führt allerdings durch ein Regenwaldgebiet was wunderschön anzusehen ist.

Dieses intensive Grün, die Vielfalt der tropischen Pflanzen- ich habe es sofort geliebt und wusste augenblicklich, dass es richtig, das einzige Vernünftige ist,  sich für diesen Wald und seine Bewohner einzusetzen. Ich lebe zwar quasi am anderen Ende dieser Erde und doch brauche ich diesen Wald, diese Wälder, damit ich mein Leben in gewohnter Form weiterführen kann.

20.10.2018: Die Reiseroute

Schon bald ist es soweit! Die Volontäre der BOS Schweiz gehen in die zweite Runde mit der „böimigen“ Kampagne ONE TREE ONE LIFE!

Da zwischen dem Ziel (der Rettungsstation Samboja Lestari in Borneo) und der Schweiz rund 11000 km Luftlinie Entfernung liegen, müssen verschiedene Zwischenstopps eingelegt werden.

Am Montag, 29. Oktober 2018 startet ein Grossteil der Truppe aus dem kalten Zürich in das heisse Wüstenland Katar.  Nach einem kurzen Aufenthalt in Doha machen sich die Volontäre für die längere der beiden Flugstrecken (von ca. 9 Stunden) parat. Von Doha geht es nach Indonesien, Jakarta. Acht Mio. Einwohner zählt die Hauptstadt Indonesiens – das entspricht der Einwohnerzahl der kompletten Schweiz (!). Verweilen können wir dort allerdings nicht. Das Terminal muss gewechselt werden, denn in Jakarta steigen wird zum dritten Mal in ein Flugzeug, um Balikpapan auf Borneo anzupeilen. Von dort aus sind es noch rund 1-2 Stunden Autofahrt bis in den indonesischen Regenwald zur BOS-Rettungsstation Samboja Lestari. Dort liegt auch die Samboja Lodge, die uns die kommenden 4 Wochen aufnehmen wird. Umgeben ist die Rettungsstation allerdings nicht von Primärwald, sondern von mühsam aufgeforstetem Regenwald… Dazu dann mehr, wenn wir vor Ort sind.

In Samboja Lestari sind wir dann komplett. Beate und Valerie werden zu uns stossen (sie fliegen etwas früher über Singapur), genauso wie Mona, Ilonka und Sophia (die sich vorab in der BOS-Rettungsstation in Nyaru Menteng treffen und von dort aus anreisen werden).

19.10.2018: Die Volontäre 2018

Reisen als Volontär bedeutet nicht nur das Arbeiten in einer unbekannten Umgebung mit neuen Bedingungen und Herausforderungen, sondern auch, dass man neue Leute kennen lernt.

Wir freuen uns sehr, dass unsere Volontäre in diesem Jahr - was ihr Alter, ihren beruflicher Hintergrund und ihre Skills angeht - bunt gemischt sind. Da sich in der Gruppe neue sowie altbekannte Gesichter befinden, profitieren wir von den Erfahrungen und dem Knowhow der „alten Hasen“, sowie vom frischen Wind und den zusätzlichen Stärken der Neuen.  Zusammen sind wir eine tolle Gruppe, in welcher sich jeder/jede Einzelne mit seinen/ihren Fähigkeiten und mit seinem/ihren Wissen einbringen kann – vor Ort oder im Rahmen der gemeinsamen Fundraising Kampagne.

Doch trotz aller Unterschiede, haben wir Eines gemeinsam: Die Liebe zur Natur und den Willen, etwas zu verändern! Mit unserem Engagement hoffen wir, dem Regenwald und seinen Bewohnern ein Stück Heimat zurückzugeben. Jeder gespendete Baum bedeutet Schutz und Leben die letzten Orang-Utans auf Borneo.

August / September 2018:

AM 29. OKTOBER GEHT ES LOS! UND VORHER GIBT’S NOCH VIEL ZU TUN…

Ende Oktober startet unsere zweite Volontärsgruppe von Zürich aus nach Borneo. Welche Aktivitäten wir vor- und nachbereitend zur Reise im Rahmen der gemeinsamen Spendenkampagne planen, besprechen wir aktuell gemeinsam mit den Volontären. Fest steht aber, dass sie vor Ort abgebrannte Regenwaldgebiete wieder aufforsten und einen Teil der hier gespendeten Setzlinge selbst pflanzen. Was genau gepflanzt wird erläutern wir demnächst an dieser Stelle näher.

Ausserdem packen die Volontäre in anderen Bereichen der BOS-Rettungsstation mit an, z.B. bei der Renaturierung von Pre-Release-Inseln, beim Anfertigen von Enrichment-Tools für die Orang-Utans oder beim Bau der neuen Malaienbärenanlage. Mehr dazu folgt ebenfalls in Kürze …

Volontäre 2018

Roger Ryner

Roger Ryner

Familie & Beruf

Ich bin verheiratet, habe zwei bald erwachsene Kinder und bin von Beruf Kinderbuchautor & Radiomoderator.

Hobbys & Abenteuer

Theater spielen, Ölbilder malen, Musik machen (ich spiele viele Instrumente, aber keines richtig :-)). Einige Abenteuerreisen habe ich auch schon hinter mir: Eine Atlantik-Überseglung mit einem kleinem Boot, ich habe per Jeep die Sahara durchquert, in Wyoming Dinosaurier ausgegraben, 10 Tage im Wald überlebt ohne Essen, Zelt oder Schlafsack und mich per Schwimmreif von Glarus bis nach Basel bewegt.

Was ich mag bzw. nicht mag

Ich mag aufgestellte positive Menschen, kreative Ideen zu entwickeln und mit Freunden zu kochen. Ewige Nörgler und Ideen-Verhinderer verderben mir die Laune.

Motivation

Seit meinem Abenteuer „Überleben im Wald“ ist mir der Wald sehr ans Herz gewachsen. Das Schicksal der „Waldmenschen“ (Orang-Utans) beschäftigt mich deshalb sehr. Ich möchte verstehen lernen, wie wir ihnen und ihrem Zuhause, dem Regenwald, helfen können.

Valerie Bader

Valerie Bader

Hintergrund

Ich habe gerade die Schule beendet und in den Medien von der Volontär-Möglichkeit bei BOS Schweiz erfahren. Nach einem ausführlichen Kennenlerngespräch habe ich mich zur Volontärgruppe 2018 gesellt.

Motivation

Mein Ziel ist es, etwas Sinnvolles in meinem Zwischenjahr zu machen. Die Volontärarbeit bei BOS bietet für mich genau das an. Einen Regenwald aufzuforsten ist viel besser, als darüber in der Zeitung zu lesen. Ich bin voller Freunde, ins Unbekannte aufzubrechen und zugleich habe ich Respekt davor.

Sahra & Angela Schnüriger

Sahra & Angela Schnüriger

Hintergrund

Unser Bruder führte im Frühjahr 2016 ein eigenes Projekt in Samboja Lestari durch. Neben TV-Dokumentationen, welche uns auf das Thema aufmerksam machten, konnten wir durch ihn einen direkten Einblick erhalten. Das Leid der Orang-Utans, sowie das Ausmass der Regenwaldzerstörung für das Anlegen von Palmölplantagen, berührte uns so sehr, dass wir letztes Jahr bereits an einer Volontärreise der BOS Schweiz teilnahmen.

Motivation

Nach meiner ersten Volontärreise im Januar war ich überwältigt von den vielen Eindrücken. Mir wurde die Problematik mit der Regenwaldzerstörung bewusster denn je. Deswegen möchte ich wieder vor Ort mit anpacken und die BOS-Mitarbeitenden dort weiter unterstützen. Ausserdem unterstützte ich den Verein BOS Schweiz in Zürich. Auf die zweite Reise mit Anschi freue ich mich sehr! (Sahra). Ich werde meine erste Reise in die BOS-Rettungsstationen und die Arbeit, die wir dort geleistet haben, nie vergessen. Das Leid der Orang-Utans ist real und betrifft uns alle. Deswegen bin ich bereit, nochmals hin zu fliegen, um mit vollem Einsatz aufzuforsten. Die Kampagne der BOS liegt mir am Herzen (Angela).

Vera Viel

Vera Viel

Worauf ich mich besonders freue

Die Energie der Regenwälder zu spüren und Orang-Utans zu beobachten.

Worauf ich mich nicht so freue

Respekt habe ich vor dem langen Reiseweg.

Motivation

Den Regenwald und seine Bewohner zu schützen ist mein Kindheitstraum. Ich freue mich endlich, mir diesen Traum zu erfüllen und mich zugleich sinnvoll zu engagieren und vor Ort nützliche Arbeit zu leisten.

Beate Jarosch

Beate Jarosch

Beruflicher Hintergrund

Mein Weg führte mich von der Kartographie über die Hotellerie in die Finanzbranche. Heute bin ich in Zürich als Finance Manager tätig.

Respekt habe ich...

... vor dem dortigen Wetter bzw. dem Klima. Schlangen begegnen mir hoffentlich keine!

Motivation

Es liegt mir am Herzen, etwas gegen die Regenwaldzerstörung zu unternehmen. Ich will beim Wiederaufforsten und beim Schaffen von neuem Lebensraum für die Orang-Utans helfen. Auch die Tierpfleger/das Enrichment Team kann auf meine Unterstützung zählen.

Raphael Schnüriger

Raphael Schnüriger

Hintergrund

2016 ergriff ich die Initiative und nahm Kontakt mit der BOS Stiftung in Indonesien auf, um in der BOS-Rettungsstation Samboja Lestari ein Volontariat zu absolvieren. Zu dem Zeitunkt existierte noch kein BOS Schweiz-Volontärprogramm. Trotzdem war ich schon damals v.a. in diejenigen Projekte involviert, die BOS Schweiz vor Ort finanziert: Den Bau der Special Care Unit für Tuberkulose infizierte Orang-Utans.

Motivation

Bis heute lassen mich die Erfahrungen von damals nicht los. Mittlerweile bin ich Fördermitglied der BOS Schweiz und möchte nun erneut vor Ort mit anpacken und mein landschaftsgärtnerisches know-how einbringen. Vor allem freue ich mich auf unseren Besuch in der zweiten BOS-Rettungsstation Nyaru Menteng, wo ich bisher noch nie war. Und dass ich wieder mit der australischen Partnerorganisation der BOS Schweiz vor Ort zusammen arbeiten kann.

Ilonka Galliard

Ilonka Galliard

Beruflicher Hintergrund und Expertise

Als Art Buyerin und Filmproducerin habe ich lange Jahre in internationalen Werbeagenturen gearbeitet und mich vor einigen Jahren in diesem Bereich selbstständig gemacht. Heute arbeite ich als Generalunternehmerin für kreative Lösungen und hole für Kampagnen resp. für Film- und Fotoprojekte jeweils die bestmöglichen Partner ins Boot.

Motivation

Meine Leidenschaft und mein Engagement für Umweltthemen und für Tierschutz lebe ich seit Jahren aktiv aus. Mit One-Tree-One-Life erfülle ich mir einen lange gehegten Herzenswunsch - einen Beitrag zu leisten, damit Orang-Utans in ihre natürliche Umgebung zurückkehren können. Ich kann es kaum erwarten, ihnen persönlich zu begegnen!

Bilder

Trägerorganisation

One-Tree-One-Life ist eine Kampagne von Borneo Orangutan Survival (BOS) Schweiz in Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Volontären. Die Kampagne wird zudem von den unten aufgeführten Unternehmen und anderen Partnern unterstützt.

BOS HQ Zürich Bild: Philipp Hofman

BOS Schweiz ist ein in der Schweiz anerkannter, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Zürich. Gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen - allen voran der BOS Stiftung in Indonesien - setzt sich BOS Schweiz für den dauerhaften Schutz der letzten Orang-Utans und den Erhalt des tropischen Regenwaldes in Borneo ein. Zu diesem Zweck unterhält BOS zwei Rettungsstationen. Orang-Utans in Not, die nicht umgesiedelt werden können, werden dort medizinisch versorgt, rehabilitiert und bis zu neun Jahre lang auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. In 25 Jahren rettete BOS rund 2 300 Orang-Utans, seit 2012 konnten 368 in geschützten Waldgebieten ausgewildert werden und mehr als 500 warten derzeit auf ihre Auswilderung. Vorhaben zur nachhaltigen Entwicklung der lokalen Bevölkerung (Mikrokreditvergabe zur Förderung von alternativen Einkommensquellen, Gesundheits- und Bildungsprojekte) stehen genauso auf der Agenda, wie das Management von Schutz- und Auswilderungsgebieten, Aufforstungsprojekte in Zentral- und Ostkalimantan, sowie Aufklärungs- und Bildungsarbeit hier in der Schweiz.

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