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Spende oder verschenke Setzlinge und erlebe, wie Dein Engagement Wurzeln schlägt!

Jedes Jahr werden allein auf Borneo 1.3 Mio. Hektar Regenwald vernichtet. Damit weist die Insel eine der weltweit höchsten Abholzungsraten auf. Tag für Tag schwindet so die Lebensgrundlage der letzten und grössten Baumbewohner der Welt: der Orang-Utans. Ihnen und vielen andere bedrohten Arten bietet der Wald Lebensraum, Schutz und Nahrung. Für uns liefert er Sauerstoff und regelt unser Weltklima.

Im Rahmen der One Tree One Life Kampagne forsten wir von BOS Schweiz gemeinsam mit Volontären zerstörte Regenwaldgebiete wieder auf. Möchtest auch Du aktiv etwas gegen die Zerstörung des Regenwaldes unternehmen? Dann spende oder verschenke Setzlinge und erlebe, wie Dein Engagement in Borneo Wurzeln schlägt!

Orang-Utan-Schutz ist Regenwaldschutz und Klimaschutz

Seit 2016 werden die Borneo Orang-Utans auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „akut vom Ausserben bedroht“ geführt. International wie national stehen sie deshalb unter strengem Schutz. Ihr Lebensraum in der Regel aber nicht. Das Überleben der Letzten dieser Art kann deshalb nur gelingen, wenn wir den Regenwald bewahren: Nur wenn wir ihn retten, retten wir die Orang-Utans und mit ihnen zahlreiche andere gefährdete und endemische Arten.

image-title-here Quelle: Björn Vaughn, BPI

Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen Orang-Utans in den Baumkronen des Indonesischen Dschungels. Über Jahrtausende gewachsen, zählen diese Wälder zu den artenreichsten der Welt. Doch in wenigen Minuten werden die Urwaldriesen gefällt. In Sekunden werden enorme Flächen brandgerodet, um unseren wachsenden Hunger nach Kohle, Tropenholz oder Palmöl zu stillen. Plantagen entstehen, soweit das Auge reicht. Dieser massive Eingriff in die Natur vernichtet den natürlichen Lebensraum der Orang-Utans. Ganze Ökosysteme hängen von dieser Schlüsselart ab und gehen mit ihr zu Grunde.

image-title-here Quelle: Björn Vaughn, BPI

Wegen ihres schwindenden Lebensraumes kommen jedes Jahr schätzungsweise 3 000 Orang-Utans ums Leben. In den letzten 20 Jahren haben die Orang-Utans 55 Prozent ihres natürlichen Lebensraumes verloren. Ihr Bestand ist deshalb in den letzten 20 bis 30 Jahren um mehr als 80 Prozent geschrumpft. Schon unsere Kinder und Enkelkinder könnten Orang-Utans in freier Wildbahn nicht mehr erleben!

Doch nicht nur die Biodiversität ist bedroht. Grossflächige Brandrodungen und die damit einhergehenden alljährlichen Wald- und Torfbrände beschleunigen auch den Klimawandel und gefährden die Gesundheit von Millionen Menschen.

Die Hälfte aller tropischen Torfmoorwälder befindet sich in Indonesien. Diese Wälder sind die Lunge der Welt, regeln unser Weltklima und binden 42.000 Megatonnen CO2. Werden sie zerstört, gelangen Unmengen an CO2 in die Atmosphäre. Brennen Torfmoorwälder, setzten sie vier bis 40-mal mehr CO2 frei, als Waldbrände in anderen tropischen Gebieten.

image-title-here Quelle: Björn Vaughn, BPI

1997 brannten 1.5 Millionen Hektar Torfmoorwälder in Süd-Borneo ab und produzierten 13 bis 40 Prozent der weltweiten Treibhausgase in dem Jahr. 8 000 Borneo Orang-Utans starben. Innerhalb von diesem einen Jahr reduzierte sich so deren Population um 33 Prozent. Im Herbst 2015 brannte der Regenwald Indonesiens erneut. Vier Monate lang. Ununterbrochen. Auf einer Fläche, so gross wie die halbe Schweiz, loderten und schwelten 127 000 Feuer. Sie setzten 16 Mio. Tonnen CO2 pro Tag frei - mehr als die gesamten USA zeitgleich produzierten. Erneut starben tausende Orang-Utans in den Flammen und wir erlebten einen massiven Zustrom an Orang-Utans in den BOS-Rettungsstationen.

Auch 300 Hektar Regenwald rund um die BOS Rettungsstation in Samboja Lestari fielen 2015 den Flammen zum Opfer. In mühevoller Kleinarbeit war dieses Gebiet zuvor Baum für Baum aufgeforstet worden, denn am heutigen Standort der Rettungsstation befand sich vor rund 16 Jahren lediglich eine durch Abholzung und Waldbrände völlig ausgezehrte, nährstoff- und artenarme Grassteppe. Erst 2010 waren die Aufforstungsarbeiten weitgehend abgeschlossen und nahezu die gesamte zerstörte Fläche mit einem funktionierenden Regenwald bewachsen.

image-title-here Quelle: Björn Vaughn, BPI

Das Gebiet beheimatet keine wilde Orang-Utan Population. In Samboja Lestari werden aber traumatisierte, verletzte und verwaiste Orang-Utans rehabilitiert und auf ihre Auswilderung vorbereitet. Zudem sind viele der ursprünglichen Tierarten in den aufgeforsteten Regenwald zurückgekehrt. Heute ist das Gebiet rund um die BOS-Rettungsstation in Samboja Lestari eine der letzten grünen Inseln der Region. Diese gilt es zu erhalten.

One Tree One Life Kampagne und Volontärreise 2018

Seit Dezember 2017 führen wir deshalb unter dem Titel One Tree One Life eine Aufforstungskampagne durch. Ziel dieser Kampagne ist es, möglichst viel Geld für Setzlinge und unsere Aufforstungsprojekte in Ostkalimantan (Samboja Lestari) und Zentralkalimantan (das SOS Borneo Projekt) zu sammeln. Ein Teil der Setzlinge wurde im Januar 2018 von BOS-Volontären eigenhändig in Samboja Lestari gepflanzt. Weitere ähnliche Volontärreisen sind geplant. Bei Interesse bitte an info(at)bos-schweiz.ch wenden.

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Die One Tree One Life Kampagne und die begleitenden Volontärreisen werden von Angela Burri, 27 Jahre alt, geleitet. Sie hat sich bereits 2016 nach der verheerenden Brandkatastrophe in Borneo für die Wiederaufforstung des Regenwaldes rund um die Rettungsstation Samboja Lestari eingesetzt. Schon damals pflanzte sie nicht nur die Setzlinge. Sie machte auch in ihrem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis mit ihrem Engagement auf die Orang-Utans und ihre Probleme aufmerksam und sammelte Spenden für die Aktion. Über 5 500 CHF kamen zusammen. Rund 530 Bäume konnten mit diesem Geld neu angepflanzt werden.

Gemäss ihrem Lieblingszitat - „sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt“ - möchte Angela auch mit ihrer zweiten Borneo Reise und dieser Spendenaktion einen Beitrag zum Orang-Utan- und Regenwaldschutz leisten. Angelas Herz schlägt für den Tierschutz, ihr Gottichind und Pilzrisotto alla Mamma. Auf das Wandern in den Bergen, ihren gewohnten Sport und ihren geschätzten Burgdorfer Freundeskreis muss sie im Januar 2018 allerdings verzichten. Stattdessen wird sie von folgenden gleichgesinnten Volontären begleitet und tatkräftig unterstützt:

Die Volontäre 2018

Marc Steffen

Marc Steffen

Hobbys

Innovative Lösungen gestalten, Neue Orte entdecken, Gute Musik auflegen

Was ich mag

Engagierte Menschen, Punk Rock, Stranger Things

Was ich nicht mag

Krimskrams, Food Waste, Kopfschmerzen

Motivation

Viele Orang-Utans, die auf dem Gelände von Samboja Lestari leben, waren sehr jung, als sie ihrer Mutter und ihrem natürlichen Lebensraum entrissen wurden und wissen nicht, wie sie sich in der Wildnis verhalten sollen. In der Waldschule lernen und trainieren die jungen Tiere grundlegende Fähigkeiten für ein Leben in Freiheit. Mich motiviert durch die Mitarbeit in der Rehabilitationsstation einen kleinen Teil dazu beitragen zu können, dass sie später wieder ausgewildert werden und damit in ihre natürliche Umgebung zurückkehren können.

Ruedi Mögli

Ruedi Mögli

Beruf und Familie

Ich bin Treuhänder mit eidg. Fachausweis und arbeite seit fast 30 Jahren im Personalbereich eines Schweizer Grossverteilers. Ich bin verheiratet und stolzer Vater einer erwachsenen Tochter.

Hobbys

etwas Sport, wandern, aktiver Basler Fasnächtler und seit rund 30 Jahren Mitglied eines Männer-Kochclubs (Gourmets & Gourmands)

Leidenschaft

Harley Davidson-Enthusiast, Motorrad-Touren und Orang-Utans

Motivation

Ich bin vor gut 5 Jahren zur BOS Schweiz gestossen, da mich die Themen Regenwald und Orang-Utans interessiert haben. Zuerst habe ich diese tolle Organisation als Spender unterstützt. Als die BOS Schweiz dann im Magazin einen Kassier gesucht hat, war für mich klar, dass ich diesen Verein intensiver und vor allem aktiv unterstützen möchte. Heute bin ich Vorstandsmitglied, administriere die Buchhaltung, das Personal und den Zahlungsverkehr. Jetzt möchte ich endlich einmal vor Ort die Projektarbeit erleben.

Zoe Scarlett

Zoe Scarlett

ich liebe

das Rampenlicht und die Bühne, Burlesque Tanz, Tattoos und – seitdem sie denken kann - Affen.

Nicht gut finde ich

Palmfett in Kosmetika, Unehrlichkeit und Reden um den heissen Brei.

Motivation

Ich möchte meine Zeit, Arbeitskraft, und die Tatsache, dass ich viel und gerne in der Öffentlichkeit auftrete, einsetzen, um die Menschen in der Schweiz auf das Schicksal der Orang-Utans und die dahinter liegende Palmöl-Misere aufmerksam zu machen. Mir ist es wichtig zu wissen, wovon ich spreche und deshalb die BOS Schweiz und die Projekte persönlich kennen zu lernen. Spannend finde ich, diese Erfahrung mit Gleichgesinnten zu machen, die alle einen ganz unterschiedlichen Hintergrund haben. Das ist eine super Chance, auch den eigenen Horizont zu erweitern.

Matthias Müller

Matthias Müller

Hintergrund

Seit Anfang 2010 bin ich bereits Orang-Utan-Unterstützer (Fundraiser bei der BOS Schweiz) und möchte nun vor Ort mit anpacken.

Motivation

Gerade jetzt in der Weihnachtszeit wird wieder deutlich, dass Menschen für das Leid und die Not anderer Menschen ein offenes Ohr haben. Das Leid und Schicksal der roten Waldmenschen hingegen interessiert die Öffentlichkeit kaum. Borneo oder Sumatra sind weit weg, genauso wie die Zerstörung des Regenwaldes. Vielen von uns ist gar nicht bewusst, dass nicht nur die grossen Konzerne, sondern auch wir mit unserem Konsumverhalten für das Schicksal der Orang-Utans in Indonesien direkt mitverantwortlich sind. Ihr Schicksal liegt in unseren Händen und auch unsere eigene Zukunft ist eng mit dem Erhalt der Regenwälder verbunden. Indem wir den Regenwald vernichten, zerstören wir nicht nur die Lebensgrundlage der Orang-Utans, sondern auch die unserer Kinder.

Patrick Hilfiker

Patrick Hilfiker

Hobbys

Handwerken, Schrauben & Bauen, Harley fahren und Abenteuerreisen

Was ich mag

Tattoos, Tiki, Custom Art Work & Tiere

Was ich nicht mag

Unzuverlässige und oberflächliche Menschen

Motivation

Zum einen will ich einen Beitrag leisten und die BOS unterstützen und dabei meine handwerklichen Fähigkeiten einbringen. Zum anderen trete ich mit diesem Volontariat eine besondere Reise an in ein Gebiet, das ich noch nie bereist habe. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Erfahrung unvergesslich sein wird.

Sahra & Angela Schnüriger

Sahra & Angela Schnüriger

Hintergrund

Unser Bruder führte im Frühjahr 2016 ein eigenes Projekt in Samboja Lestari durch. Neben TV-Dokumentationen, welche uns auf das Thema aufmerksam machten, konnten wir durch ihn einen direkten Einblick erhalten und uns wurde das Leid der Orang-Utans, sowie das Ausmass der Regenwaldzerstörung für das Anlegen von Palmölplantagen, bewusster denn je.

Motivation

Wir bekamen das Bedürfnis, uns mehr mit der Problematik zu befassen. Man realisiert erst, wie verbreitet Palmöl ist, wenn man bewusst versucht, auf den Konsum zu verzichten. Nach den Schilderungen unseres Bruders war die Motivation dann auch gross, die BOS Schweiz mit Spenden zu unterstützen. Was BOS mit all seinen Mitarbeitern täglich für Arbeit leistet, verdient unseren höchsten Respekt. Wir freuen uns und sind hoch motiviert, nun selbst vor Ort mit anzupacken und uns einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Mit dem Erlebten in Samboja Lestari wollen und können wir danach auch besser die Menschen um uns herum für den Orang-Utan- und Regenwaldschutz sensibilisieren.

Aktivitäten und Programm 2018

13. April 2018:

AKTUELLER SPENDENSTAND: WIR HABEN DIE 20’000 FRANKEN HÜRDE GEKNACKT! BISHER GINGEN 20’447.17 FRANKEN FÜR SETZLINGE EIN!

Die Kuratle AG und ihre Mitarbeitenden haben insgesamt 12’000 Franken für George Kuratles Geburtstagswald gespendet. Das reicht für 12 000 Setzlinge! Herzlichen Dank!

29. März 2018:

Unser Volontär und ehrenamtliches Vorstandsmitglied - Rudolf Mögli - macht kräftig Werbung für BOS Schweiz und die OTOL-Kampagne unter seinen Coop-Kolleg/innen. Viele Spenden, ein neues Mitglied und neue Pateneltern haben wir so gewonnen. Anlässlich des Naturaplan-Jubiläums übermittelten ihm die Mitarbeiter/innen des Sprachendienstes folgendes Bild:

21. März 2018:

Nicht vergessen: Am 21. März ist der Internationale Tag des Waldes! Ein Guter Anlass und höchste Zeit, etwas gegen die Regenwaldzerstörung zu tun - z.B. auf dieser Seite für die Aufforstung zu spenden, Setzlinge zu verschenken oder als Volontär/in vor Ort mit anzupacken. Hast Du Interesse, bei unserer nächsten Volontärreise dabei zu sein? Dann melde Dich unter info(at)bos-schweiz.ch

19. März 2018:

AKTUELLER SPENDENSTAND: CHF 19’946.50

15. Februar 2018:

Heute waren wir bei der Eröffnungsveranstaltung des Filmfestivals Nebenrolle Natur in Zürich präsent. Gezeigt wurde der Film mit dem Titel “Geschwister der Bäume”, der die Regenwaldabholzung und Landrechtsproblematik in Papua Neuguinea thematisierte. Elisabeth Labens von BOS Schweiz war - nebst einer Vertreterin von Greenpeace - als Referentin geladen. OTOL Volontäre betreuten den BOS-Info-Tisch. Mittlerweile sind wir fleissig dabei, Volontäre für die nächste Reise zu rekrutieren… auch auf dieser Veranstaltung gab es reges Interesse dafür.

Veranstaltungshinweis: BOS und One Tree One Life zu Gast im Botanischen Garten Zürich

Alle Interessierten laden wir herzlich ein zu einer eindrücklichen Video-Präsentation: Am Sa. 10.2.2018 (ab 14:15 Uhr) spricht Sophia Benz (CEO, BOS Schweiz) zum Thema „Die letzten Orang-Utans - Regenwaldzerstörung, die Folgen und was wir dagegen tun können“ im Grossen Saal des Botanischen Gartens in Zürich.

Am 15.2.2018 folgt Angela Burris Vortrag speziell zur One-Tree-One-Life Kampagne. Angela wird über ihre persönliche Motivation für das Projekt sprechen und natürlich darüber, was vor Ort genau geleistet wurde… Titel des Vortrages ist entsprechend „One-Tree-One-Life - Aufforstung in Borneo, Indonesien“ .

05. Februar 2018:

AKTUELLER SPENDENSTAND: CHF 12’503.87

Die Orang-Utans brauchen den Regenwald und der Regenwald braucht die Orang-Utans! Herzlichen Dank, dass wir mit Eurer Hilfe neuen Lebensraum für diese uns andere bedrohte Arten schaffen können!

31. Januar 2018: Geburtstagswald für George Kuratle

Die One-Tree-One-Life-Kampagne hat eine neue Sponsorin: Die Kuratle Group! Anlässlich des 65. Geburtstages des Firmengründers haben sich die Mitarbeitenden dazu entschieden, Setzlinge im Rahmen der One-Tree-One-Life Kampagne zu spenden und so einen Geburtstagswald auf Borneo entstehen zu lassen. Das Unternehmen verdoppelt die Spenden. George Kuratle verdankt sein Lebenswerk dem Wald. Er und seine Mitarbeitenden sind mit dem Handel von Holzwerkstoffen gross geworden und/oder verdienen ihren Lebensunterhalt damit. Mit dieser Geburtstagsaktion möchten sie ihre Wertschätzung für diese Ressource und für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit ihr zum Ausdruck bringen. Eine wirklich schöne Idee!

29. Januar 2018:

Gestern sind wir alle wieder heil gelandet in Zürich! Zum Abschluss der Volontärreise diese grossartige Meldung: WIR HABEN DIE 10’000 FRANKEN HÜRDE GEKNACKT!

AKTUELLER SPENDENSTAND: CHF 10’185.87 !!!

Herzlichen Dank an alle unsere Unterstützerinnen und Unterstützer!

Die Volontärreise ist zwar zu Ende. Die One-Tree-One-Life-Kampagne aber noch lange nicht! Wir halten euch auch weiterhin auf dem Laufenden. Tragt euch dafür am Besten in den Newsletter ein!

27. Januar 2018:

Wir machen uns auf den Heimweg von Borneo über Jakarta/Java nach Singapur. Dort sind wir mittleweile gut angekommen. Wir nutzen die Gelegenheit für das vielleicht letzte Gruppenbild, bevor unsere Füsse wieder Schweizer Boden betreten werden:

Hier haben wir mehrere Stunden Aufenthalt, bevor unser Flieger nach Zürich abhebt. Stadtbummel ist angesagt… Wir freuen uns alle schon riesig auf unserer Familien, Kinder, Freunde, guten Kaffee, unsere eigenen Betten und darauf, diese Kampagne von der Schweiz aus zu einem sehr guten Ende zu bringen!

26. und 27. Januar 2018:

Unser Besuch in der BOS Rettungsstation in Nyaru Menteng hat - ganz am Ende unserer Reise - nochmal einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Vom Boot aus durften wir die Vorauswilderungsinseln sehen, die Waldschüler, wie sie am Nachmittag zurück in die Rettungsstation kommen, das neue Baby Haus und den Waldkindergarten besuchen.

Auch einige der Tiere, die BOS Schweiz als Paten-Otang-Utans im Programm hat (z.B. Valentino, Cinta oder Jumbo), besuchen hier in Nyaru Menteng die Waldschule. Stundenlang könnte man ihnen zuschauen, ohne dass einem langweilig wird.

Wie kleine Kinder blödeln sie rum, über, Termiten aus Baumstämmen zu stochern, spielen und raufen miteinander oder versuchen, ihre Babysitter auszutricksen… wenn keiner schaut, robbt sich Cinta auf allen Vieren liegend immer weiter nach vorne - bis sie von Ihren Betreuerinnen wieder zurück gescheucht wird. Der Kontakt mit Menschen und v.a. Besuchern wird hier minimiert. Mundschutz ist obligatorisch, auch wenn man die Quarantäre schon hinter sich hat.

Ach ja: verpflegt wurden wir vor Ort natürlich auch. Hmm… lecker Fisch :)

Im Hotel angekommen, machten wir noch Bekanntschaft mit einem riesigen Skorpion - Dschungel-Feeling pur.

26. Januar 2018:

Abreise in Samboja Lestari

Heute Morgen nahmen wir Abschied von Samboja Lestari. Ein letzter Blick von der Aussichtsplattform und los gings zum Flughafen nach Balikpapan.

Um 6:20 Uhr heben wir ab Richtung Zentral-Kalimantan, denn der krönende Abschluss unserer Volontärreise soll ein Besuch in der zweiten BOS Rettungsstation in Nyaru Menteng sein.

25. Januar 2018:

AKTUELLER SPENDENSTAND: 7360.87 Franken. Herzlichen Dank für diese grossartige Unterstützung und die vielen lieben Kommentare, die ihr bei den Überweisungen mit eingebt! Sie werden uns immer weiter geleitet.

Abschied von den BOS Mitarbeitenden

Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns vor Ort betreut und begleitet haben!!! Der Abschied ist uns schwer gefallen – aber wir behalten euch und diese einmalige Erfahrung für immer in Erinnerung.

Enrichment-Rezept:

Erfahrung mit Werkzeug und in der Holzverarbeitung sind auch beim Enrichment gefragt. Eines unserer Enrichment-Rezepte: Kettensäge reparieren, ein grosses Stück Holz in Scheiben sägen, Löcher reinbohren und Popcorn in die Löcher stopfen. Abgerundet wird das Ganze mit einer Schicht Erdnussbutter.

Gemeinsam macht das Enrichment erst so richtig Spass. Wann hat man schon mal die Gelegenheit für Bären und Orang-Utans zu kochen…

Verstaut wird alles im grossen Kühlschrank, damit es frisch bleibt. Anschliessend dürfen wir zuschauen, wie das hausgemachte Essen verputzt wird. Die “Köche” sind zufrieden und die Orang-Utans auch!

24. Januar 2018

Wir entschuldigen uns für die Sendepause. Leider war das Internet tagelang recht schlecht… Dafür jetzt ein geballtes update:

Besuch im Baby Haus in Samboja Lestari

Nachdem wir die Quarantäre hinter uns hatten, durften wir im Baby Haus vorbeischauen. Hier werden die Allerkleinsten von ihren Babysittern betreut. Für die Waisen fungieren sie als Ersatzmütter. Sie bringen ihnen alles bei, was sie sonst von ihren Müttern lernen würden. Konfiszierte Haustiere, Waldbrandopfer, Babys deren Mütter vor ihren Augen erschlagen wurden… sie alle finden hier einen sicheren Ort.

Weiter gehts mit der Walsschule. Jahrelang dauert die Rehabilitation, bis sie schliesslich auf eine der Vorauswilderungsinseln dürfen. Dort werden sie praktisch sich selbts überlassen und müssen zeigen, dass sie bereit sind für die Freiheit. Erst dann, findet eine Auswilderung in ein geschütztes Waldgebiet statt.

Ab dem 22. Januar 2018: Mitarbeit am Bärenprojekt

Das Thema Enrichment ist auch für die Bären relevant. Mit einfachen Hilfsmitteln wird sichergestellt, dass die Tiere am Tag beschäftigt bleiben und ihre Fertigkeiten weiterentwickeln. Die Bären sind deshalb daran gewöhnt, dass sie sich um ihr Fressen ein bisschen bemühen müssen.

Ausserdem wurden in den alten, kleinen Aussengehegen Schaukeln, Unterstände, Klettervorrichtungen etc. für die Bären angebracht. Trotzdem: der Auslauf reichte nie für alle 44 Bären in der Rettungsstation. Sie konnten nur rotierend in die Aussengehege gelassen werden. Die Gehege waren insgesamt zu klein und boten kaum Schatten für die lichtempfindlichen Bären. Die Käfiganlagen mussten dringend erneuert und vergrössert werden.

Im Jahr 2016 legte BOS Schweiz den Startschuss für eine neue Bärenanlage. Drei riesige Aussengehege konnten aus Stiftungsgeldern finanziert werden. Bis heute unterstützt BOS Schweiz das Projekt unter der Leitung des Bärenexperten Patrick finanziell und tatkräftig. Der Plan: Auf einer insgesamt 16 000 Quadratmeter grossen Regenwaldfläche sollen ca. 15 grosse Aussengehege entstehen, in denen sich die Bären frei bewegen können. Neue Rückzugskäfige (z.B. für kranke Tiere) und Inftrastruktur gehören ebenfalls dazu.

Wer Patrick kennengelernt hat der weiss: Die Bären sind bei ihm in guten Händen. Seit Langem gibt er alles, um ihre Situation zu verbessern. Lange unentgeltlich. Wir verneigen uns vor ihm, seiner Leidenschaft für das Projekt und seinem unermüdlichen Einsatz. Wir haben es am eigenen Leib erfahren, wie hart dieser Job ist und bitten alle, die das hier lesen, um Unterstützung! Mehr Informationen gibt es auf der BOS Schweiz Website unter “Bauprojekte”.

Schweres Gerät für starke Männer

Schweisstreibend war die Arbeit bei den Bären… wir halfen mit, eines der alten Aussengehege zu renovieren.

Die Frauen packten auch mit an – Landschaftsbau oder Tropenkoller?

Ausserdem mussten die neuen Zäune der Gehege gestrichen werden. Vier Aussengehege stehen bereits, genauso wie ein Trainingsgehege, indem die Bären den Umgang mit dem elektrischen Zaun lernen.

Füttern durften wir auch. Vor allem frische Früchte (Mangos, Ananas oder Bananen) lieben die Bären. Sie kratzen mit ihren Krallen das Fruchtfleisch weg und schlabbern dann genüsslich den süssen Saft.

Am Abend

Nach einem anstrengenden Arbeitstag geht es entspannt in den Feierabend - mehr als verdient. Die Männer messen weiterhin ihre Kräfte beim Billiard. Die Frauen haben ihren Spass beim UNO spielen.

Dies sind die letzten Abende in der Lodge und die Wehmut erfasst uns bereits…

Romeo der Gemütliche…

Im Hintergrund sieht man hier wieder Romeo, der nach 24 Jahren in der Rettungsstation seine Freiheit und das Leben auf der Vorauswilderungsinsel in vollen Zügen geniesst. Entspannen, ausruhen, chillen – das ist sein Tagesprogramm. Unser Alltag ist manchmal so anstrengend, dass wir gerne mit ihm tauschen würden :)

Übrigens wurde erst neulich eine der neuen, riesigen Vorauswilderungsinseln in Samboja Lestari eingeweiht. Die Inseln sind fast 10mal so gross wie Romeos Insel. Ihr Bau wird von der BOS Schweiz über Stiftungsgelder finanziert. Es dürfen sich also einige weitere Orang-Utans auf einen Vorauswilderungsplatz freuen und sich für einen Umzug Richtung Freiheit parat machen.

22. Januar 2018:

AKTUELLER SPENDENSTAND: 6’510.54 Franken. Merci für Eure Hilfe!

Unser Wochenplan für den zweiten Arbeitsabschnitt:

440 Bäume haben wir bisher gepflanzt! Und wir sind noch nicht am Ende… Hier schonmal unser Programm für die kommenden Tage:

Montag: vormittags Bäume pflanzen; nachmittags Mitarbeit am Bärengehege

Dienstag: vormittags Mitarbeit am Bärengehege; nachmittags Mithilfe bei den Special Cages und im Baby-Haus

Mittwoch: vormittags Orang-Utan Käfige reinigen und Enrichment für die Orang-Utans; nachmittags Bäume pflanzen

Donnerstag: vormittags PR-Arbeit und Fototermin mit Nicola; nachmittags Enrichment für die Orang-Utans

21. Januar 2018:

Wir gönnten uns einen Tag Wochenende – inklusive Ausflug nach Balikpapan, Internet im Kaffee (nachdem wir etwas länger von der Aussenwelt abgeschnitten waren) und …

… Burger :) Auch diese Abwechslung tut mal gut.

An den Abenden bietet sich die Samboja Lodge sonst auch zum Entspannen an: Beim Billard oder auf der Terrasse mit Blick über die getane Arbeit. Immer wieder treffen wir in der Lodge auf Touristen, die dorthin reisen und sich über die Arbeit der BOS Stiftung informieren. Und wir teilen uns den Tisch mit unseren Volontär-Kollegen aus Australien.

Hier der imposante Eingangsbereich der Lodge. Von dort aus gelangt man über eine Metalltreppe bis ganz nach oben auf die Aussichtsplattform. Ganz Samboja Lestari kann man von dort überblicken.

18. Januar 2018:

Anstrengende Tage liegen hinter uns. Davon zeugen zahlreiche Blasen an unseren Händen und unser Muskelkarter. Meterlanger Bambus wurde von uns im Wald geschlagen und für das Enrichment aufbereitet, d.h. in kurze Stücke gesägt.

Für seinen unermüdlichen Einsatz im Bambuswald erntete Matthias von Pädu (aka Patrick) die anerkennende Bezeichnung “Kung-Fu Panda”. Andere pflanzten fleissig tagein tagaus Setzlinge. Das jeweilige Tagesziel: ca. 100 neue Bäume.

Nach getaner Arbeit ging es zurück in die Lodge. Dort tankten wir Energie und erkundeten später noch die nähere Umgebung. Gemeinsam fuhren wir auf den Markt nach Balikpapan.

Unser erster Arbeitsabschnitt neigt sich damit bereits dem Ende zu. Nach dem Wochenende wechslen wir dann zu den Bären.

AKTUELLER SPENDENSTAND: 6’210.54 Franken. Merci für die Unterstützung! PS: Bitte gebt, falls ihr direkt auf das BOS Schweiz Spendenkonto überweist, immer One Tree One Life als Verwendungszweck an!

18. Januar 2018: Arbeit macht müde

Der Tagesablauf ist klar gegliedert. Nach dem Frühstück (westliches wie indonesisches Essen, frische Früchte oder Fruchtsäfte, Tee und Kaffee) geht’s los in den Wald und es wird hart gearbeitet. Mittagessen und Abendessen nehmen wir dann wieder gemeinsam in der Lodge ein und fallen abends früh und erschöpft ins Bett.

Nein, hierbei handelt es sich nicht um unser Mittagessen :) Das ist das “Enrichment” für die Orang-Utans. Auch dort durften wir mal reinschauen. Wir helfen mit, das Futter für die Orang-Utans so zu verpacken, dass das Auspacken zur Herausforderung wird. Sie lieben diese Abwechslung, trainieren ihre Fingerfertigkeit und sind ganz scharf auf die Leckereien, die z.B. in Bambusröhren versteckt werden.

17. bis 20. Januar 2018: Aufforstung

Heute ging es los mit der Aufforstung und auch in den kommenden Tagen wird uns ein Fahrer an diejenige Stelle bringen, wo wir die bereits vorbereiteten Setzlinge pflanzen sollen.

An Ort und Stelle wurde bereits ein Schild für uns angebracht… damit ja keiner daneben pflanzt :)

Aufforstung ist eine Wissenschaft für sich. Wir werden eine Mischung aus Nutzholz und Fruchtbäumen setzten, schnell und langsam wachsende Sorten - denn es geht um die Qualität des Waldes, der entstehen soll. Alle Setzlinge, die wir pflanzen, sind einheimische und zum Teil bedrohte Sorten. Natürlich sind auch verschiedene Fruchtbäume, die den Orang-Utans als Nahrung dienen, dabei.

Hier ein Überblick der Sorten, die wir pflanzen:

Timber/wooden trees: Iron tree (ulin): endemic and endangered tree of Borneo; very hard and valuable wood. Shorea species (Meranti): endemic and endangered tree of Borneo; very valuable wood. Kapur tree: endangered tree and endemic in Borneo. Some hard wooden trees such as gaharu, callophylum etc.

Fruit trees: Rambutan: edible fruits; also orangutan fruit tree. Durian: edible fruits; orangutans love it. Local durian: a local and endangered species of durian from Borneo; orangutans eat it. Langsat: local fruit; orangutans eat it. Rambai: local fruit; very sour taste; orangutans also eat it. Some more local fruit trees such as guava, jackfruit, breadfruit etc.

16.01.2018: Erstmal ankommen und zurecht finden

Um 8 Uhr morgens machten wir uns auf den Weg. Agus (der Leiter der Rettungsstation) begleitete uns auf einer Tour durch Samboja Lestari.

Das Bürogebäude der BOS Stiftung lag auf dem Weg. Unten der Blick von der Dachterasse über den Wald von Samboja Lestari. Auch die Klinik, die Fruit Station (das Futterhaus) und die Baumschule durften wir schon mal sehen.

Unsere Setzlinge sind übrigens schon parat. Dieser Berg Arbeit liegt vor uns: 140 Bäume sollen wir Morgen pflanzen.

Im Anschluss besuchten wir die 45 Malaienbären der Rettungsstation. Patrick, dem Bärenexperten vor Ort, wollen wir in der zweiten Hälfte unseres Aufenthaltes unter die Arme greifen. Dazu dann mehr zu seiner Zeit.

Am Nachmittag machten wir einen Ausflug (die „Black River Tour“).

Auf einem kleinen Motorboot wurden wir über das fast schwarze Wasser des kleinen Flusses bis hin zur Mündung ins Meer gebracht. Unterwegs kann man Nasenaffen sehen - hier in voller Pracht im Profil :)

Es war schön, bei der Gelegenheit auch einen Eindruck davon zu bekommen, wie die lokale Bevölkerung so lebt. Vor allem die Kinder am Ufer winkten uns fröhlich zu. Schade, dass so viel Müll im Fluss landet…

15.01.2018: Gut gelandet!

Hier das Beweisphoto: alle sind gut angekommen und haben den Weg nach Samboja Lestari gefunden. Heute konnten wir uns in der wunderschönen Sambodja Lodge etwas ausruhen. Eine erste Orang-Utan-Begegnung gab es aber schon:

Diese rothaarige Schönheit heisst Romeo. Das über 30 Jahre alte Orang-Utan-Männchen verbrachte sein komplettes bisheriges Leben in Gefangenschaft und kann nicht wieder ausgewildert werden. Seit letztem Jahr hat das Käfigdasein allerdings ein Ende für Romeo: mit zwei Weibchen wurde er auf eine Vorauswilderungsinsel umgesiedelt, wo er in einer natürlichen Umgebung ein recht entspanntes Leben führt. Meistens schläft Romeo :) Und genau das machen wir jetzt auch mal, denn die lange Anreise war extrem anstrengend…

Kick-Off-Aktion zum Start der Volontärreise am 14. Januar 2018

Unsere Rucksäcke sind bereits gepackt und hoffentlich alle mit uns im Flieger. Willst Du auch einen Orang-Utan-Rucksack im limitierten One-Tree-One-Life-Design? Dann unterstütze uns jetzt! Die nächsten 20 Personen, die Setzlinge im Wert von 50 Franken oder mehr spenden, erhalten kostenlos diesen wunderschönen Rucksack dazu - inklusive One-Tree-One-Life-Flyer mit einem ganz persönlichen Gruss von uns! WICHTIG: Dein Rucksack geht zeitgleich mit uns auf die Reise und wird Dir per Post zugeschickt. Also bitte «Versandadresse übermitteln» beim Spenden per Paypal aktivieren!

AKTUELLER SPENDENSTAND: 4’952.67 Franken. Merci an alle, die uns bereits vor unserem Abflug so grosszügig unterstützt haben!

14. Januar 2018: Indonesien - wir kommen!

Treffpunkt war heute Morgen um 8 Uhr am Flughafen Zürich. Aus den unterschiedlichsten Richtungen trudelten wir ein, die letzten Mitbringsel für die Rettungsstation wurden auf die Gepäckstücke verteilt, letzte Anweisungen und Papiere für die beiden Knochensägen, den Wundkleber und die Pipetten im Gepäck wurden ausgetauscht, die Gesundheitszeugnisse eingesammelt und dieses letzte Gruppenphoto gemacht:

Jetzt befinden wir uns bereits auf dem Weg nach Borneo. Unsere Reiseroute führt uns heute und morgen über Singapur nach Balikpapan in Ost-Kalimantan. Am dortigen Flughafen wird uns die BOS Stiftung begrüssen. Sobald wir in der Samboja Lodge angekommen sind, melden wir uns wieder…

11. Januar 2018: Letzte Flyer Aktion vor Abflug

Am Donnerstag , den 11. Januar trafen wir uns zu einer letzten Flyeraktion am Hauptbahnhof in Zürich. Mit von der Partie waren Matthias und Angela S., drei BOS Schweiz-Mitarbeiterinnen und ein flotter Veloanhänger voller Plüsch-Orang-Utans und One-Tree-One-Life-Flyer. Hier ein visueller Eindruck:

2. Januar 2018: Wir packen unsere Rucksäcke…

Es gibt wieder Kobras in Samboja Lestari… Vor ihnen und vor den Wildschweinen, die sich im frisch aufgeforsteten Regenwald rund um die BOS-Rettungsstation wieder angesiedelt haben, wird jeder Besucher der Samboja Lodge vorab dezent gewarnt. Entsprechend packen wir unsere Rucksäcke: Gummistiefel, Handschuhe und hoch geschlossene Trekking-Schuhe gegen die Schlangen, langärmlige Arbeitsklamotten, Hüte und Cremes gegen die Sonne und die Moskitos, Regenjacke und geeignete Klamotten für die Freizeit, Spiele, Lektüre und Laptops für gemütliche Abende auf der Veranda der Lodge… Auch gespendete Kuscheldecken für die Orang-Utans und Medikamente für die Rettungsstation sollen mit. Für Letzteres sind spezielle Papiere und Genehmigungen von Nöten, was vor der Abreise mühsam ist und viel Zeit in Anspruch nimmt.

Dasselbe gilt für die notwendigen Gesundheitschecks und ärztlichen Abklärungen. Zum einen müssen alle Volontäre nachweisen, dass sie keine für die Orang-Utans gefährlichen und ansteckenden Krankheiten einschleppen (Tuberkulose, Hebatitis und HIV). Hierfür sind i.d.R. Bluttests notwendig. Zum anderen müssen alle abklären, was sie selbst an Impfungen und Medikamenten benötigen. Oft müssen Standardimpfungen aufgefrischt und zumindest gegen Hebatitis- und Typhus geimpft werden. Beide BOS-Rettungsstationen liegen nicht in einem ausgewiesenen Malaria-Gebiet. Eine Malaria-Prophylaxe gehört trotzdem ins Gepäck. Die wird möglichst günstig im Ausland besorgt, damit die Gesundheitskosten pro Person nicht ins Unermessliche steigen. Sie liegen bei knapp 900 Franken pro Person und werden von den Teilnehmenden selbst getragen, genauso wie die Reise und Unterbringungskosten. Mit wenig Erfolg hatten wir Ärzte, Labore, Tropeninstitute und Pharmaunternehmen um ein Teil-Sponsoring gebeten.

Was fehlt noch? Flugtickets, Hotelbuchungen, eine Auslandskrankenversicherung und ein Reisepass, der noch mindestens sechs Monate nach der Einreise gültig ist. Gott sei dank fällt das Visum mittlerweile weg. Die to-do-Liste bis zum geplanten Abflug am 14.1.2018 ist schier unendlich. Bis dahin stehen noch diverse PR- und Fundraising-Aktivitäten an. Die Materialien (u.a. ein wunderschöner Kampagnen-Flyer) sind entworfen und gedruckt, müssen jetzt aber an den Mann bzw. die Frau gebracht werden. Hinter den Kulissen wird geplant, werden Blog-Posts getextet, Goodie-Aktionen umgesetzt, Pressemitteilungen verfasst, Sponsoren angefragt, Partner gefunden und fleissig Spenden gesammelt.

Du willst uns bei einer Street-Marketing-Aktion unterstützen oder unser Vorhaben als Firma/Arbeitgeber unterstützen? Dann melde dich einfach unter der unten angegebenen Info-Email-Adresse. In den folgenden Tagen und während der Reise erfährst du mehr an dieser Stelle. Oder abonniere unseren Newsletter! So kannst du uns quasi „live“ begleiten.

Das Programm wird jedenfalls interessant und bunt: Von Aufforstung über Enrichment für die Orang-Utans bis hin zu Bauarbeiten an der Bärenanlage ist alles mit dabei. Und soviel sei schon mal verraten: Wir werden vor Ort tatkräftige Unterstützung bekommen und wir werden nicht nur aus Samboja Lestari berichten…

Bilder

Die Trägerorganisation

One Tree One Life ist eine Kampagne der Borneo Orangutan Survival (BOS) Schweiz in Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Volontären. Die Kampagne wird zudem von den unten aufgeführten Unternehmen und anderen Partnern unterstützt.

BOS HQ Zürich Bild: Philipp Hoffman

Die BOS Schweiz ist ein in der Schweiz anerkannter, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Zürich. Gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen - allen voran der BOS Stiftung in Indonesien - setzt sich die BOS Schweiz für den dauerhaften Schutz der letzten Orang-Utans und den Erhalt des tropischen Regenwaldes in Borneo ein. Zu diesem Zweck unterhält die BOS zwei Rettungsstationen. Orang-Utans in Not, die nicht umgesiedelt werden können, werden dort medizinisch versorgt, rehabilitiert und bis zu neun Jahre lang auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. In 25 Jahren rettete die BOS Stiftung rund 2 300 Orang-Utans, seit 2012 konnten über 300 in geschützte Waldgebiete ausgewildert werden und mehr als 600 warten derzeit auf ihre Auswilderung. Vorhaben zur nachhaltigen Entwicklung (Mikrokreditvergabe zur Förderung von alternativen Einkommensquellen, Gesundheits- und Bildungsprojekte) stehen genauso auf der Agenda, wie das Management von Schutz- und Auswilderungsgebieten und Aufforstungsprojekte in Zentral- und Ostkalimantan.

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